Aachen - Centre Charlemagne: Der Fafnir tritt die Heimreise an

Centre Charlemagne: Der Fafnir tritt die Heimreise an

Von: Marie Eckert
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Ziehen eine positive Bilanz der Fafnir-Ausstellung im Centre Charlemagne: Pia vom Dorp, Myriam Kroll, Michael Wolek und IritTirtey (v.l.). Am Sonntag findet die Finissage statt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Seit September gibt es im Centre Charlemagne eine Ausstellung zu einen bestimmten Aspekt von Aachens Historie zu sehen, der vielen zuvor unbekannt gewesen sein dürfte: die Automobilbranche. Die war nämlich im 19. und 20. Jahrhundert gleich mit mehreren namhaften Herstellern in der Kaiserstadt vertreten, bevor dann die Weltwirtschaftskrise kam.

Mehrere Autos wurden zu dieser Zeit täglich in Handarbeit in Aachen gefertigt – und zwar im Bereich der heutigen Jülicher Straße, wie Myriam Kroll, Kuratorin des Centre Charlemagne, erzählt. Nachdem die Produktion abbrach, sorgten die Forschungen der Hochschule später dafür, dass es weiterging – so werden seit ein paar Jahren die Street-Scooter-Elektrofahrzeuge an der Jülicher Straße entwickelt. „So schließt sich der Kreis gewissermaßen“, sagte Kroll.

Ein Jahr Recherche

Nicht nur die Geschichte der Autos, auch die Entwicklung der Stadt allgemein wird in der Ausstellung dargestellt. Ungefähr ein Jahr Recherche mit vielen Kooperationspartnern steckt hinter der Ausstellung, die am kommenden Sonntag in den Endspurt geht: Ab 10 Uhr findet dort als Finissage ein Aktionstag mit freiem Eintritt für die ganze Familie statt.

Von 11 bis 16 Uhr werden stündlich Führungen durch die Ausstellung „Vom fauchenden Fafnir zum Fahrzeug der Zukunft“ angeboten. Ganztägig gibt es ein Programm mit Filmmaterial aus der Dauerausstellung, eine große Carrera-Bahn im Geschichtslabor und ein offenes Werkstattprogramm, bei dem Klein und Groß tragbare Kistenautos aus Pappkartons mit Minikarosserien und Luftballonantrieb bauen können. Selbstverständlich werden alle Autos später in einem Wettrennen getestet.

Schicke Oldtimer im Foyer

Die ersten beiden Highlights stehen übrigens schon im Foyer des Centre Charlemagne: Zwei schicke Oldtimer, die der Kooperations-Partner FEV an das Museum ausgeliehen hat. Per Lkw kamen die beiden Schmuckstücke auf dem Katschhof an und wurden schließlich über eine Rampe hereinmanövriert und vorsichtig in Position gebracht – nacheinander, sonst hätte die Rangierfläche im Centre Charlemagne nicht ausgereicht, erinnert sich Kroll.

Knapp 22.000 Besucher haben die Ausstellung bisher gesehen, zum Finale am Sonntag soll die 23.000-Marke geknackt werden. Insgesamt gab es schon über 350 Führungen, sowohl private als auch öffentliche – ein Erfolg, da sind sich alle Beteiligten einig.

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