CDU-Wirtschaftsrat nimmt Abschied

Von: mh
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Er hat „seine“ Sektion zur erfolgreichsten in Deutschland gemacht: Herbert Prömper (3. v.l.) erhielt die Urkunde als Ehrenvorsitzender des CDU-Wirtschaftsrats in Aachen. Großen Dank zollten ihm Dr. Rainer Gerding, Bundesgeschäftsführer des Verbandes, OB Marcel Philipp, CDU-Vorsitzende Ulla Thönnissen, Amtsnachfolger Dr. Hans-Dieter Jostarndt und Bundestagsabgeordneter Rudolf Henke (v.l.). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Zettelwirtschaft war seine Sache nie – im Gegenteil. Auch wenn Herbert Prömper seine Beiträge meist mit Hilfe diverser kleinformatiger Notizen gestaltet hat, wie sein Nachfolger Dr. Hans-Dieter Jostarndt am Montag augenzwinkernd anmerkte. Dieser Mann wusste offensichtlich immer, was er wollte, wie er es erreicht, und auch mit wem.

Montag nun stand Prömper, im Wortsinne ein, wenn nicht der Mann der ersten Stunde im örtlichen Wirtschaftsrat der CDU, einmal selbst im Mittelpunkt. Im Rahmen eines festlichen Dinners im Quellenhof wurde Herbert Prömper, der im April sein Engagement als Sprecher der Sektion Aachen in jüngere Hände gelegt hat, nun auch offiziell per Urkunde als Ehrenmitglied des Verbandes ausgezeichnet.

Zahlreiche namhafte Politiker und Unternehmer hat Prömper, der im Februar seinen 82. Geburtstag gefeiert hat, in den vergangenen Jahren ins Dreiländereck gelotst. Männer wie der luxemburgische Premier und Karlspreisträger Jean-Claude Juncker, Ex-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Ex-FDP-Chef Guido Westerwelle oder Ex-Bundesumweltminister Norbert Röttgen sind seither seiner Einladung als Referenten bei den regelmäßigen Veranstaltungen des Rates gefolgt. Und CDU-Landeschef Armin Laschet hätte sich ihnen zum Abschied auch im Kreis der CDU-Vorsitzenden Ulla Thönnissen und des Bundestagsabgeordneten Rudolf Henke, die dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Aachener Bank ebenso wie Dompropst Helmut Poqué und viele weitere hochkarätige Gäste die Ehre erwiesen, gern angeschlossen – allein, die aktuellen Sondierungsgespräche in Sachen Berliner Koalition hielten den ehemaligen Aachener Parteichef in der Bundeshauptstadt fest. So würdigte Laschet Herbert Prömper per Grußwort als höchst erfolgreichen Vermittler zwischen Hochschule, Wirtschaft und Politik. Dafür ließ es sich Dr. Rainer Gerding, Bundesgeschäftsführer des Wirtschaftsrats mit Sitz an der Spree, nicht nehmen, dem langjährigen Mitstreiter persönlich die Ehrenurkunde zu überreichen.

Zuvor jedoch rückte OB Marcel Philipp die vielfältigen Verdienste seines Duz-Freundes nicht nur als Impulsgeber für die regionale Firmenlandschaft ins Licht. Als Vorsitzender des Partnerschaftskomitees mit Aachen-Ningbo bleibe Prömper, der 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet wurde, ein unverzichtbarer Brückenbauer im Zeichen der Völkerverständigung. „Du bist nach wie vor sehr breit aufgestellt, treibst vieles voran – auf Menschen wie dich bin ich in meinem Amt angewiesen“, sagte Philipp.

Gerding hob in seinem Rückblick auf die Anfänge des Verbandes, dessen Gründung vor fast genau 50 Jahren durch keinen Geringeren als Ludwig Erhard angestoßen wurde, auch auf die besondere Erfolgsgeschichte der Sektion im Grenzland ab, die Prömper 1987 mit aus der Taufe gehoben hat. „Mit inzwischen über 150 hochkarätigen Veranstaltungen ist der Wirtschaftsrat in Aachen bundesweit Spitzenreiter des Verbandes.“

Große Fußstapfen – und Herausforderungen – kennzeichnen nun also die Marschrichtung von Prömpers Nachfolger, dem Aachener Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Jostarndt. Jostarndt bezeichnete Prömper als großes Vorbild in Sachen Lobby-Arbeit im besten Sinne; er habe die Werte und Maßstäbe der Sozialen Marktwirtschaft auch durch seine persönliche Lebensführung verkörpert, „ohne große Worte darüber zu verlieren“. Dass diese Charakterisierung in besonderem Maße auch auf Gattin Sigrid zutreffe, unterstrich der Laudator, indem er ihr einen großen Blumenstrauß überreichte.

Herbert Prömper dankte auch in ihrem Namen mit sichtlicher Rührung – und vergaß nicht, „seiner“ Partei eine entscheidende Forderung auf den Weg zu geben: „Sie sollte in jedem Fall an ihrem Versprechen zur jüngsten Bundestagswahl festhalten: Ich bin zuversichtlich, dass es mit der CDU im Bund keine Steuererhöhungen geben wird.“

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