Aachen - CDU-Vorsitz: Laschet hält sich bedeckt

CDU-Vorsitz: Laschet hält sich bedeckt

Von: Stephan Mohne
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Lässt alles offen: Ob Armin L
Lässt alles offen: Ob Armin Laschet wieder für den CDU-Vorsitz kandidiert, ist noch unklar.

Aachen. Armin Laschet feiert in diesem Jahr sein Zehnjähriges. Denn genau vor zehn Jahren wurde er nach massiven Querelen in der Aachener CDU zu deren Vorsitzendem gewählt und kittete die Risse zwischen den Lagern weitgehend wieder.

Auf die Frage, ob er bei der anstehenden Wahl im Oktober wieder ins Rennen um den Vorsitz geht, macht der Landtagsabgeordnete allerdings zunächst eine Denkpause - und antwortet schließlich ausweichend. Bei der nächsten Sitzung des Kreisvorstandes Mitte September werde man darüber reden, lässt er wissen. Dann will er den Parteifreunden seine Entscheidung mitteilen.

„Mitglieder stärker einbinden”

Und auch sonst deutet sich am 17. Oktober eine durchaus spannende Wahlveranstaltung an. Denn für die Kür der drei Stellvertreter des Kreisparteivorsitzenden deuten sich Kampfkandidaturen an. Bislang werden die Positionen von Rudolf Henke, Herbert Hilgers und Claudia Cormann wahrgenommen. Die Junge Union wird nun jedoch einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken: Ratsherrn Michael Janßen. In der Begründung für seine Kandidatur klingt durchaus Kritik am derzeitigen Handeln an: „Ich sehe es als meine Aufgabe, die Mitglieder an der Basis wieder stärker einzubinden”, sagt der Rechtsanwalt. Und: „In der Partei muss wieder mehr diskutiert werden. Nur so können wir unsere Mitglieder wieder mehr einbinden.” Auf Nachfrage präzisiert er, dass er sich regelmäßige Veranstaltungen für alle Mitglieder vorstellt, bei denen über aktuelle Themen diskutiert und auch eine Linie festgezurrt wird. Auch bei der Vermittlung von CDU-Positionen nach außen hapert es nach Ansicht von Michael Janßen. Wobei er hier insbesondere die Position der CDU innerhalb der schwarz-grünen Ratskoalition meint. Man müsse sehen können, was bei Beschlüssen dieser Koalition aus CDU-Positionen hervorgegangen sei und wo man Kompromisse mache. Die CDU könne es sich erlauben, dies auch im Vorfeld von Entscheidungen kundzutun. Da seien die Grünen „stärker in der Darstellung”. Möglicherweise resultiert diese Aussage Janßens auf immer häufiger zu hörende kritische Stimmen aus der CDU, die Koalition trage nach außen hin vor allem eine grüne Handschrift.

„Partei muss präsenter sein”

Das klingt auch aus den Worten des gerade in seinem Amt bestätigten Vorsitzenden der Jungen Union, Markus Schmitt-Ott, heraus: „Unsere Partei muss in Aachen dringend präsenter sein und zeigen, was CDU-Politik ist”, mahnt er. Und weiter: „Die Bilanz der CDU in der schwarz-grünen Koalition im Stadtrat kann sich sehen lassen. Doch die Erfolge müssen kommuniziert werden. Vor allem aber muss klar gemacht werden, wofür die CDU steht, bevor anschließend die Fraktion einen Kompromiss mit dem Koalitionspartner findet.” Diese inhaltliche Arbeit müsse die Kreispartei leisten. Armin Laschet kommentiert auf Anfrage Janßens Kandidatur kurz und knapp so: „Ich begrüße es, wenn die Junge Union sich einbringen möchte.”
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