CDU-Vorsitz: Armin Laschet tritt zum sechsten Mal an

Von: Albrecht Peltzer
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Will am 17. Oktober als CDU-Pa
Will am 17. Oktober als CDU-Parteichef bestätigt werden: Armin Foto: Michael Gottschalk

Aachen. Armin Laschet will weitere zwei Jahre Vorsitzender der Aachener CDU bleiben. Das teilte er Dienstagabend dem Kreisvorstand mit.

Laschet führt die Union in Aachen seit 2001, es ist seine sechste Kandidatur um den Parteivorsitz in Folge. Ernsthafte Gegenkandidaten hat es in der jüngeren Vergangenheit nicht gegeben. Und es ist auch nicht damit zu rechnen, dass dies bei der Wahl am 17. Oktober so sein wird. Laschet: „Damit ist nicht ernsthaft zu rechnen.”

Es ist davon auszugehen, dass auch die bisherigen Vorstandskollegen - Herbert Hilgers, Rudolf Henke, Claudia Cormann und Arno Gerets - sich wieder der Wahl stellen. Wobei dies wohl nicht so reibungslos über die Bühne gehen dürfte. Im Sommer kündigte die Junge Union an, einen eigenen Kandidaten ins Rennen um den stellvertretenden Parteivorsitz zu schicken. Ratsherr Michael Janßen soll es machen. Der äußerte dann auch direkt versteckte Kritik an der bisherigen Vorstandsarbeit. Er werde im Falle einer Wahl die Mitglieder wieder mehr in die Parteiarbeit einbinden, so Janßen. Der JU-Kandidat würde dann entweder gegen Henke oder gegen Hilgers antreten.

Auch Claudia Cormann ist nicht unumstritten. Innerhalb der CDU gibt es mehr als Gerüchte, dass CDU-Ratsfrau Maike Schlick der bisherigen Stellvertreterin ihren Posten streitig machen könnte. Laschet: „Ich habe auch davon gehört, gesagt hat es mir aber keiner. Denkbar ist vieles. Jeder kann sich bewerben.”

Dass sich Armin Laschet nicht früher erklärte, begründete er am Dienstag mit der „doch sehr turbulenten jüngeren Vergangenheit”. Seit seiner letzten Wahl zum Vorsitzenden standen Kommunal- und Landtagswahlen an, gab es den „sehr intensiven Wettbewerb” mit Norbert Röttgen um den NRW-Parteivorsitz. 2010 sei ein „sehr intensives Jahr gewesen, so Laschet.

„Das lässt einen dann doch schon einmal nachdenken.” Zumal ihn seine Aufgaben als parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, als Mitglied des Bundesvorstandes, als Vorsitzender (zusammen mit Peter Struck, SPD) der Zuwanderungskommission doch auch zeitlich sehr in Anspruch genommen hätten. Aber es habe in der Aachener CDU viele Bitten gegeben, noch einmal den Hut in den Ring zu werfen. Wohl auch, weil es an geeignetem Personal fehle, eine solche Position einzunehmen.

Die Aachener CDU sieht Laschet in sehr gutem Zustand. Die Mitgliederentwicklung sei positiv, die Zusammenführung der Geschäftsstellen von CDU-Stadt und -Land habe reibungslos funktioniert, die Ratsarbeit verlaufe mit den Grünen erfolgreich. Eines will Laschet im Fall einer Wahl aber forcieren: Es müsse innerhalb der Partei wieder mehr über politische Themen außerhalb kommunaler Fragen diskutiert werden. „Das gehen wir wieder an.”
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