CDU und SPD wollen Mronz zur Karlsbande hören

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Aachen. Anlässlich der Aufhebung des Bannerverbots für die Karlsbande Ultras (KBU) und des Verbots eines antirassistischen Banners am vergangenen Wochenende für die Gästefans des KFC Uerdingen melden Vertreter der Großen Koalition Gesprächsbedarf an.

In einem Schreiben an Oberbürgermeister Marcel Philipp fordern die Vertreter der Mehrheitsfraktionen am „Runden Tisch gegen Rechts“ – Hans Müller (CDU) und Bernd Krott (SPD) – die Zuladung von Alemannia-Geschäftsführer Alexander Mronz zur nächsten Sitzung des Runden Tisches der Stadt Aachen ein: „Die Entwicklungen des vergangenen Wochenendes kamen auch für uns völlig überraschend. Es besteht hoher Informations- und Diskussionsbedarf seitens der Politik, viele Fragen sind für uns bislang unbeantwortet geblieben. Der Runde Tisch ist der richtige Ort, um die Aktivitäten gegen Rechtsradikalismus zu bündeln, auf breiter Basis zu diskutieren und geschlossen nach außen zu treten“, erläutern Krott und Müller.

Die Vertreter der Parteien hegen Zweifel an einer Distanzierung der KBU: „Führende Mitglieder haben nach wie vor enge Kontakte zur gewalttätigen Neonaziszene in Aachen oder gehören dieser sogar an. So wurde eine Person, die in der KBU führend aktiv ist, Ende August bei einem Neonazi-Konzert in Eynatten gesehen.“ Eine eindeutige Aussage zum Gewaltverbot sei von dieser Fan-Gruppierung bisher nicht vorgenommen worden.

Den Initiatoren ist sehr an einer Aufklärung der genannten Sachverhalte gelegen. Daher bitten sie den OB, Geschäftsführer Mronz zu einer zeitnah einzuberufenden Sitzung des „Runden Tisches gegen Rechts“ einzuladen und dort alles zu besprechen.

Mitglieder des Runden Tisches sind neben der Stadt, den Ratsfraktionen, Gewerkschaften und Religionsgemeinschaften beispielsweise auch Fan-IG und Polizei.

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