Aachen - CDU: Harald Baal feiert Comeback als Fraktionschef

CDU: Harald Baal feiert Comeback als Fraktionschef

Von: alp, os
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Comeback an der Spitze der CDU-Fraktion: Harald Baal.

Aachen. Harald Baal ist wieder Fraktionsvorsitzender der CDU. Er wurde Montagabend ebenso wie seine Stellvertreterinnen Iris Lürken und Ulla Thönnissen mit großer Mehrheit gewählt. Baal und Thönnissen erhielten aus der 28-köpfigen Fraktion nur je drei Gegenstimmen, Lürken sogar nur zwei.

 Die CDU setzt damit wieder auf den starken Rhetoriker und Machtpolitiker. Was nicht immer der Fall war. Der „Architekt“ der ersten schwarz-grünen Koalition war vor gut einem Jahr in Ungnade gefallen. Eine interne Opposition um Maike Schlick setzte ihn nach monatelangen Querelen ab. Was dieser schlecht bekam: Die Koalition zerbrach, die Fraktion machte zuletzt eine schlappe Figur. Im Wahlkampf tauchten Schlick & Co. weitgehend unter, Schlick verlor sogar ihr Ratsmandat.

Baal ist jetzt einer der Gewinner des neuen christdemokratischen Politikstils. Parteivorsitzende Thönnissen und Oberbürgermeister Marcel Philipp haben seit dem großen Knatsch viel Energie aufgebracht, um die Lager wieder zu vereinen. Offenbar mit Erfolg. „Wir sind schon im Wahlkampf wieder zusammengewachsen“, bekräftigte Thönnissen nach der Sitzung, die „sehr harmonisch“ verlaufen sei. Man habe ein Personaltableau aufgestellt, das ein breites Spektrum an Parteifreunden abbilden sollte. „Da finden sich alle wieder“, sagte die Parteichefin, „ich habe jetzt ein sehr gutes Gefühl.“

Baal an der Spitze, Thönnissen und Lürken dahinter: Nicht wenige deuten diese Personalentscheidung auch als Hinweis auf eine Neuauflage der schwarz-grünen Koalition – auch wenn Thönnissen dies gestern von sich wies: „Diese Personalie hat nicht im entferntesten etwas mit der Koalitionsfrage zu tun.“ Doch dass Baal ein Freund dieses Weges ist, gilt als gesetzt. Und die Grünen-Fraktion ist nahezu identisch mit der in der vorigen Ratsperiode. Man kennt sich, man hat in vielen Bereichen die gleichen Ziele. Letzteres kann man auch den Sozialdemokraten attestieren, doch deren vehementes Buhlen um die Freundschaft mit den Schwarzen kommt manchem Insider dann doch schon zu aufreizend daher. Am 16. Juni soll die Kreispartei entscheiden, in welcher Farbenlehre es bis 2020 weitergeht.

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