CDU gibt jetzt in allen Stadtbezirken den Ton an

Von: Günther Sander und Tim Habicht
Letzte Aktualisierung:
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Vertritt den größten Bezirk: Marianne Conradt (CDU) ist neue Bürgermeisterin in Aachen-Mitte.
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Löst Herbert Henn nach über 40 Jahren als Bezirksbürgermeister in Brand ab: Peter Tillmanns (CDU).
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Alter und neuer Bezirksbürgermeister für Haaren und Verlautenheide: Ferdinand Corsten (CDU).
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Repräsentiert den Bezirk Eilendorf auch weiterhin: Elke Eschweiler (CDU). Foto: Roeger
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Setzt ihre Arbeit in Richterich fort: Marlis Köhne (CDU). Foto: Roeger
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Neu gewählt in Kornelimünster/Walheim: Jakob von Thenen (CDU).
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Hat sich in Laurensberg durchgesetzt: Christian Krenkel (CDU).

Aachen. Eine süße Überraschung gab‘s denn doch noch gestern Abend: Nach ihrer Wahl zur neuen Bürgermeisterin für den Bezirk Aachen-Mitte verteilte Marianne Conradt bunte Schokopillen an die versammelten Politiker – nicht nur zum Dank für die reibungslose Kür, sondern auch als Hinweis auf die höchst geschmackvolle Vielfalt im größten Bezirk.

Die CDU-Politikerin wurde bei der konstituierenden Sitzung der neuen Bezirksvertretung mit 17 von 19 Stimmen zur Nachfolgerin des Grünen Achim Ferrari gewählt. Sie ist die erste Frau in diesem Amt. Gegenkandidaten gab es nicht. Als Stellvertreter wurden Marlies Diepelt (SPD) und David Hasse (Grüne) gewählt.

Klare Verhältnisse auch im Stadtbezirk Brand. Hier setzte sich der favorisierte „Kronprinz“ von Herbert Henn (CDU), Peter Tillmanns (CDU), einstimmig durch. Stellvertreter sind Doris Müller (SPD) und Klaus Hußmann (Grüne).

Keine Veränderungen gab es in Eilendorf: Amtsinhaberin Elke Eschweiler (CDU) stand am Ende mit den Stimmen von CDU und FDP als Siegerin fest. Sieben Ja-Stimmen reichten. Für Rolf Schäfer (SPD) hingegen reichten fünf Stimmen (3 SPD, 2 Grüne) nicht. Ihm bleibt erneut die Rolle des Stellvertreters. Zweiter Stellvertreter ist Peter Koch (FDP).

Auch in Kornelimünster war die FDP das Zünglein an der Waage und machte dem SPD-Kandidaten Ladislaus Hoffner einen Strich durch die Rechnung. Sieben Ja-Stimmen (6 von der CDU) ergaben einen knappen Vorsprung für Eberhard Büchels CDU-Nachfolger Jakob von Thenen. Mit sechs Stimmen von SPD (4) und Grünen (2) hatte Sozialdemokrat Ladislaus Hoffner das Nachsehen. Ihm bleibt die Rolle des Stellvertreters, hinzu gesellt sich Gretel Opitz (FDP).

Lange war in Haaren alles offen, Rechenspiele mussten ran: CDU (5 Sitze), SPD (4) und Grüne (2) sorgten für Spannung. Amtsinhaber Ferdinand Corsten (CDU) wusste: Rot-Grün hatte rechnerisch eine Stimme mehr. Die Überraschung: SPD-Kandidat Herbert Ludwigs gab kurzfristig sein Mandat zurück. So reduzierten sich die Sozialdemokraten auf nur drei Bezirksvertreter. Aufatmen bei der CDU, die mit fünf Stimmen für Corsten votierte. Nathalie Hüllenkremer (SPD) und Eckhard Finsterer (Grüne) fungieren als stellvertretende Bezirksbürgermeister.

Christian Krenkel oder Alexander Gilson (beide CDU): Das war in Laurensberg lange die entscheidende Frage. Zwei Christdemokraten hatten ihre Kandidatur angekündigt – eine Seltenheit. Die SPD wollte keinen Kandidaten ins Rennen schicken. Vor dem Votum verzichtete Gilson dann aber doch. Gemeinsam bildeten CDU (5) und SPD (3) eine Liste mit Krenkel (CDU) und Helga Efes (SPD), eine zweite Liste kam von den Grünen mit Martin Knörzer als Kandidat. Er blieb chancenlos. Helga Efes und Martin Knörzer sind nun Stellvertreter von Christian Krenkel.

In Richterich macht CDU-Bürgermeisterin Marlis Köhne weiter. Im Vorfeld hatte die CDU in Gesprächen mit den Grünen die Weichen gestellt. Gegenkandidat Manfred Kuckelkorn (SPD), langjähriger Bezirksvorsteher, zeigte sich enttäuscht. Seine Fraktion hätte sich erst drei Jahre einen schwarzen und dann drei Jahre einen roten Bezirksbürgermeister gewünscht. Mit der Union war das nicht zu machen. Köhne erhielt sechs Stimmen, Manfred Kuckelkorn fünf, davon eine von der FDP. Kuckelkorn und Otto-Wilhelm Kuhrt-Lassay (Grüne) wurden Köhnes Stellvertreter.

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