CDU: Doch keine Mehrheit für Daams?

Von: Albrecht Peltzer
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Stellte sich Montagabend als potenzieller neuer Kultur- und Schuldezernent vor: Reiner Daams.

Aachen. Es will einfach nicht rund laufen bei der CDU-Fraktion. Vorsitzende Maike Schlick arbeitet an mehreren Baustellen, die Fraktion ist nach dem harten Lagerkampf um Harald Baal zerstritten wir eh und je. Es geht um die Besetzung der CDU-Fraktionsgeschäftsstelle, es geht um die Wahl eines Nachfolgers für den scheidenden Kultur- und Schuldezernenten Wolfgang Rombey.

Und es geht in erster Linie um Geschlossenheit – ein Fremdwort im aktuellen christdemokratischen Vokabular.
Am Montagabend hat sich Rombeys potenzieller Nachfolger Reiner Daams in den Fraktionen vorgestellt. Bei den Christdemokraten war da allerdings nur noch rund die Hälfte der Ratsleute vertreten. Was am Dienstag von Beteiligten auch mit Kopfschütteln quittiert wurde. „Bei einer solch wichtigen Frage, geht auch das nicht wirklich“, hieß es.

Die Causa Daams, so zeigte sich am späten Montagabend, ist innerhalb der CDU alles andere als ausdiskutiert. Vorige Woche verkündete Maike Schlick noch, man habe sich „weitestgehend einvernehmlich für die Wahl von Herrn Daams ausgesprochen“. Eine Woche später waren von 15 anwesenden Christdemokraten aber  nur noch sieben für Daams. Den Grünen-Politiker und Lebensgefährten von NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann lehnten zwei CDU-Ratsvertreter ab, sechs zeigten sich „ausgesprochen unentschieden“, wie es hieß.

„Weitestgehende Einvernehmlichkeit“ sieht wohl anders aus. Wie sich die CDU-Fraktion jetzt entscheidet, ist offensichtlich völlig offen. Zumal der Daams-Deal noch unter Harald Baal mit den Grünen eingestielt worden war. Und an die Baal-Zeit möchte sich ein Großteil der CDU-Fraktion nicht erinnert wissen.

Ebenso offen ist die Frage, wer denn künftig die Fraktionsgeschäftsstelle führt. Caroline Herff, dem Baal-Lager zugehörend, wird ihren Stuhl räumen. Maike Schlick hatte von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass sie mit der jungen Christdemokratin nicht weiter zusammen arbeiten wolle. Man habe sich nun auf einen Aufhebungsvertrag geeinigt, teilte Schlick der Fraktion mit. Bis zum 31. Mai ist Caroline Herff freigestellt.

Wer folgen soll, darüber hüllt sich die Fraktionsvorsitzende auch gegenüber der Fraktion in Schweigen. Immer wieder fällt auf den Fraktionsfluren am Katschhof  auch der Name des Ex-Dezernenten und jetzigen stellvertretenden CDU-Kreisvorsitzenden Heinz Lindgens. Der ist ein Freund klarer Worte: „Das ist völliger Unsinn.“

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