CDU-Chef setzt auf „Jamaika” statt „Ampel”
Im Sinne einer ganz anderen Farbenlehre für den Aachener Stadtrat. Armin Laschet setzt auf Schwarz-Gelb-Grün, auf „Jamaika” statt „Ampel”. „Das ist unser Angebot, dafür werden wir jetzt intensiv in Gesprächen werben”, so Laschet am Donnerstag gegenüber der Aachener Zeitung.
Dabei brauchen CDU und Grüne die FDP rein rechnerisch gar nicht, verfügen sie doch zusammen über 42 von 74 Sitzen. Aber: „Wenn sich Grüne und FDP vorstellen können, zusammenzuarbeiten, können wir daraus eine breite kompetente Reformmehrheit für Aachen bilden, die den Oberbürgermeister als Verbündeten hat”, sagt Armin Laschet.
Das ist sein Thema: Ein Oberbürgermeister müsse auf die Mehrheit zählen können, es dürfe kein Gegeneinander geben. Die Gewinner der Wahl müssten die Politik bestimmen, und die Gewinner seien Schwarze, Grüne und Gelbe.
Laschet will „Reibungsverluste” vermeiden, wie es sie gab, als CDU und FDP von 1999 bis 2004 das Sagen hatten und im ständigen Clinch mit OB Jürgen Linden (SPD) lagen. Laschet betont: „Oberbürgermeister Marcel Philipp muss auf die Ratsmehrheit zählen können, damit man gemeinsam erfolgreiche Politik machen kann.”
Doch was wäre - ein gleiches Ratsergebnis vorausgesetzt - gewesen, wenn Karl Schultheis Oberbürgermeister geworden wäre? „Dann hätte ich der CDU-Fraktion empfohlen, in die Opposition zu gehen”, meint Parteichef und NRW-Minister Laschet - sicher zur Überraschung mancher.
Was Laschet in der derzeitigen Debatte offensichtlich wurmt, ist die Tatsache, dass viele nach dieser Kommunalwahl die „Ampelkoalition” als die wahrscheinlichste Variante sehen, quasi als Selbstläufer. „Das ist nicht so”, sagt er fast trotzig.
„Die Ampel entspricht nicht dem Wählerwillen”, weil dann plötzlich die SPD als „Wahlverlierer” stärkste Kraft in einer Ratsmehrheit gegen den OB sei.
Die CDU wird jetzt am Wochenende Gespräche mit der FDP führen. Gespräche mit den anderen Parteien folgen. SPD und Grüne hingegen wollen sich heute auf einen Themenkatalog einigen, mit dem man in Gespräche mit der FDP geht.
Derweil lehnt sich FDP-Fraktionschef Wilhelm Helg gelassen zurück. „Wir warten ab, wer sich meldet.” Klar sei aber, dass die Liberalen sich in einer Ratsmehrheit wiederfinden wollen. „Wir sind angetreten, um mitzugestalten.” Mit wem? „Nächste Woche wissen wir mehr.”
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Dabei brauchen CDU und Grüne die FDP rein rechnerisch gar nicht, verfügen sie doch zusammen über 42 von 74 Sitzen. Aber: „Wenn sich Grüne und FDP vorstellen können, zusammenzuarbeiten, können wir daraus eine breite kompetente Reformmehrheit für Aachen bilden, die den Oberbürgermeister als Verbündeten hat”, sagt Armin Laschet.
Das ist sein Thema: Ein Oberbürgermeister müsse auf die Mehrheit zählen können, es dürfe kein Gegeneinander geben. Die Gewinner der Wahl müssten die Politik bestimmen, und die Gewinner seien Schwarze, Grüne und Gelbe.
Laschet will „Reibungsverluste” vermeiden, wie es sie gab, als CDU und FDP von 1999 bis 2004 das Sagen hatten und im ständigen Clinch mit OB Jürgen Linden (SPD) lagen. Laschet betont: „Oberbürgermeister Marcel Philipp muss auf die Ratsmehrheit zählen können, damit man gemeinsam erfolgreiche Politik machen kann.”
Doch was wäre - ein gleiches Ratsergebnis vorausgesetzt - gewesen, wenn Karl Schultheis Oberbürgermeister geworden wäre? „Dann hätte ich der CDU-Fraktion empfohlen, in die Opposition zu gehen”, meint Parteichef und NRW-Minister Laschet - sicher zur Überraschung mancher.
Was Laschet in der derzeitigen Debatte offensichtlich wurmt, ist die Tatsache, dass viele nach dieser Kommunalwahl die „Ampelkoalition” als die wahrscheinlichste Variante sehen, quasi als Selbstläufer. „Das ist nicht so”, sagt er fast trotzig.
„Die Ampel entspricht nicht dem Wählerwillen”, weil dann plötzlich die SPD als „Wahlverlierer” stärkste Kraft in einer Ratsmehrheit gegen den OB sei.
Die CDU wird jetzt am Wochenende Gespräche mit der FDP führen. Gespräche mit den anderen Parteien folgen. SPD und Grüne hingegen wollen sich heute auf einen Themenkatalog einigen, mit dem man in Gespräche mit der FDP geht.
Derweil lehnt sich FDP-Fraktionschef Wilhelm Helg gelassen zurück. „Wir warten ab, wer sich meldet.” Klar sei aber, dass die Liberalen sich in einer Ratsmehrheit wiederfinden wollen. „Wir sind angetreten, um mitzugestalten.” Mit wem? „Nächste Woche wissen wir mehr.”








