Carolus Thermen: Baden wird im neuen Jahr teurer

Von: os
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Thermalbaden wird teurer: Die Carolus Thermen an der Passstraße erhöhen zum 1. Januar ihre Eintrittspreise. Saunagästen drohen dort im nächsten Jahr sogar zwei Preissteigerungen. Foto: Bernd Stuhlmann

Aachen. Mit einem Preisaufschlag ins neue Jahr: Die Aachen Carolus Thermen erhöhen zum 1. Januar ihre Tarife. Der Eintritt ins Thermalbad kostet dann bei zweieinhalb Stunden Aufenthalt montags bis freitags zwölf statt bisher elf Euro, mit Saunabesuch 24 statt 22 Euro. Bis dreieinhalb Stunden Aufenthaltsdauer müssen dann 13 statt 12,50 Euro, mit Sauna 26 statt bisher 25 Euro bezahlt werden.

In der Kategorie bis viereinhalb Stunden Aufenthalt und bei den Tagestickets bleiben die Preise unverändert. Gleiches gilt für die Aufschläge am Wochenende und an Feiertagen: Wie bislang müssen dann fürs Thermalbaden ein Euro und inklusive Saunagang zwei Euro mehr bezahlt werden.

Teurer wird allerdings auch das Parken: Bezahlte man bisher für die Benutzung der Tiefgarage unter dem Badetempel pauschal 2,50 Euro, so müssen demnächst drei Euro berappt werden. Werner Schlösser, Geschäftsführer der Kur- und Badegesellschaft, begründet die Maßnahme damit, dass vor allem Energie- und Unterhaltungskosten, aber auch Personal- und Sachkosten in den vergangenen Jahren zum Teil erheblich gestiegen seien: „Daher ist eine moderate Anpassung der Eintrittspreise jetzt leider unvermeidlich.“ Vorher habe man die Tarife „viele Jahre“ stabil gehalten – die letzte Preiserhöhung gab es im Oktober 2009.

Allerdings droht vor allem den Saunabesuchern im Sommer schon der nächste Aufschlag. Dann wird aller Voraussicht nach die Mehrwertsteuer auf Saunaeintritte von 7 auf 19 Prozent angehoben, wodurch „eine weitere Tarifanpassung erforderlich werden wird“, die dann aber die Thermalbadegäste nicht treffen soll.

Erst vor kurzem hatte der Modernisierungsbedarf der Carolus Thermen, die von der Stadt nach wie vor mit rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr bezuschusst werden, für Schlagzeilen gesorgt. Bis zu fünf Millionen Euro seien an städtischen Investitionen nötig, um das Haus in den nächsten Jahren marktgerecht aufzuhübschen, stand auf dem vorweihnachtlichen Wunschzettel an die Politik – was postwendend private Saunabetreiber auf den Plan rief. Eine solche Subventionierung, beklagte unter anderem Stamos Papas von der Roetgen-Therme, erfülle den Tatbestand von „unlauterem und verzerrendem Wettbewerb“.

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