Aachen - Carnevale: Neben Karnevalsgrößen coole Partyhelden „eingeflogen“

Carnevale: Neben Karnevalsgrößen coole Partyhelden „eingeflogen“

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
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Party mit Prinzessinnen: Wie diese jungen Damen schwoften am Freitagabend rund 2000 Besucher auf der Carnevale. Foto: Kurt Bauer

Aachen. „Real-life Superhero“ nennen sich Menschen, die als Superhelden verkleidet im echten Leben mutige Heldentaten begehen. Die elf Organisatoren der Carnevale waren am Freitag in schwarzen Rennanzügen ohne Maske und flatterndem Umhang nicht direkt als Superhelden zu erkennen.

Mut bewiesen sie dennoch als Narrenhelden mit dem neuen Konzept für die diesjährige Carnevale „Nacht der Helden“.

Eins steht fest: Das Batman-Zeichen hätten die Öcher Jecken am Freitagabend zur Party-Rettung nicht an den Himmel gestrahlt, wie es sonst im Film passiert, wenn Gothams Untergang droht. Da wurde im „Starfish“ in der Liebigstraße fleißig Sekt nachgeschenkt, zwischen „Atemlos“-Gejohle auch zu HipHop gerappt und beim Tanzauftritt von TN Boom sogar Gänsehaut verspürt.

Nach dem Narrenzirkus im vergangen Jahr hatte Schatzmeister Felix Dollmann ein Plus errechnet. Damit konnte der AKV-Nachwuchs sofort im Anschluss mit der „Mission Impossible“, wie Präsident Kian Tudeshki es scherzhaft ausdrückte, beginnen. Aus allen Fastelovvend-Galaxien wurden Partyhelden eingeflogen, um die Stimmung der Narren explodieren zu lassen. Die Band Alpenkölsch aus Köln, die Öcher-Fantastic-Four besser bekannt als die 4 Amigos, Prinz Axel II. und sein Hofstaat, die Kinder der Kleebachschule, die Crazy Diamonds der KG Eulenspiegel und der junge Nicolas Meessen aus Belgien waren nur ein paar Akte des rund sechsstündigen Programms.

Für die Moderation hatte sich Jan Hilgier Elferratsmitglied David Lulley an die Seite geholt. Doch soweit nur ein karnevalistisches Programm? „Wir wollen die Carnevale mehr zur Party machen“, sagte Kian Tudeshki. Deswegen schoben sie jeweils einstündige Partyblocks ohne Karnevalsmusik mit DJ zwischen den Bühnenacts ein: Wie ein Bösewicht sah „Razorbot“ zunächst aus, als der große Stelzenmann im LED-Kostüm mit grimmigem Bodyguard die Bühne betrat und Laserstrahlen auf die Narren schoss. Nur zögerlich trauten sich die Jecken mit ihren Handys heran, um Fotos zu machen. Was er wohl im Schilde führt?

Gemeinsam mit DJ Enrico Ostendorf und begleitet von Live-Trommler Guru Da Beat und Saxophonist Kim Kahtan sorgte er für Abwechslung im karnevalistischen Ablauf. Zwar kam der Übergang zwischen Schlager und Partymusik etwas abrupt, die Jecken schienen es aber zu mögen. „Es ist mal was Neues, Abwechslungsreiches“, sagte Nicole Pilla (25) begeistert. „Es ist die perfekte Mischung“, rief eine andere Karnevalistin, kurz bevor sie sich weiter auf der Tanzfläche drehte.

Für den Raum „Starfox“, besser bekannt als Schlagerraum, buchte man die bekannte Liveband „Wheels“. Anfangs etwas spärlich besucht, füllte sich der Raum zu später Stunde. „Wir wollten sichergehen, dass sich niemand mit dem neuen Konzept auf die Füße getreten fühlt“, sagt Kian Tudeshki. Schließlich ist die Carnevale eine Party für alle Altersklassen. Auch in diesem Jahr schätzen die Organisatoren die Besucherzahl auf 2000. Für das nächste Jahr ruft er die Bühnenhelden der Zukunft zum großen Carnevale-Casting auf: „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Talenten.“

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