„C.A.R.L.“ darf jetzt endlich in den Probebetrieb

Von: Stephan Mohne
Letzte Aktualisierung:
13212159.jpg
Nach drei Jahren Verzögerung jetzt kurz vor dem Start: das neue RWTH-Hörsaalzentrum „C.A.R.L.“ an der Claßenstraße. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Was lange währt, wird endlich gut. Also muss das neue Hörsaalzentrum der RWTH an der Claßenstraße ganz besonders gut werden. Vor rund drei Jahren sollte der 45 Millionen Euro teure Bau schon bezugsfertig sein.

Doch dann folgten Pleiten und Pannen – eine Firmeninsolvenz war dabei, und es gab obendrein noch mehrere Vergabebeschwerden von Firmen, die nach Ausschreibungen nicht zum Zuge gekommen waren. Das alles bremste den Bau, der zeitweise völlig zum Erliegen kam.

Dabei hätte die Hochschule die 4182 Lernplätze – 640 in 16 Seminarräumen sowie 3542 in elf unterschiedlich großen Hörsälen – schon damals dringend benötigt, als es wegen des doppelten Abiturjahrgangs einen Ansturm neuer Studierender gab. Kaum erstaunlich, dass RWTH-Sprecher Thorsten Karbach sagt: „Wir freuen uns riesig, dass es endlich losgehen kann.“

Was er meint: Das auf den Namen „C.A.R.L.“ (Central Auditorium for Research and Learning) getaufte Gebäude wird noch im Oktober die ersten Besucher erwarten. In den kommenden Tagen will der Bau-und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) als Bauherr die rund 14.000 Quadratmeter Nutzfläche – es handelt sich um eines der größten Hörsaalzentren Europas – an die RWTH übergeben.

„Derzeit laufen noch Prüfungen und Abnahmen“, so BLB-Sprecher Bernd Klass am Dienstag. Sollte dabei alles glattgehen, wird „C.A.R.L.“ den Probetrieb aufnehmen. Erfolgreich getestet wurde am Dienstag die Brandschutzanlage. Zunächst wird aber nicht das gesamte Gebäude freigegeben.

Erst einmal werden die kleineren Räume „getestet“. Und dieser Probebetrieb wird auch nur an drei Tagen pro Woche stattfinden. An den anderen beiden Werktagen werden dann eventuell nötige Korrekturarbeiten vorgenommen. Nach und nach sollen dann auch die anderen Säle dazukommen – bis hin zum größten Hörsaal mit mehr als 1000 Plätzen. „Wir würden uns freuen, wenn im Laufe des Dezembers dann alle Räume genutzt werden könnten“, so Karbach.

Nicht mehr genutzt werden können dafür demnächst zumindest zeitweise wohl andere Hörsaalgebäude. Das 1954 gebaute und unter Denkmalschutz stehende Audimax an der Wüllner-straße ist dringend sanierungsbedürftig. Derzeit läuft laut BLB eine Bestandsaufnahme.

Wann die Arbeiten starten sollen, werde man mit der TH unter Berücksichtigung der Studentenzahlen abstimmen. Beim Kármán-Auditorium gab es Gedankenspiele, es abzureißen. Diese sind laut BLB wohl vom Tisch. Aber was aus dem Gebäude wird, stehe derzeit nicht fest.

Zunächst allerdings wird die Hörsaalkapazität jetzt deutlich steigen. Was angesichts von bis zu 9400 RWTH-Studienanfängern (6400 Erstsemester, 3000 neue Masterstudierende) auch nötig ist. 

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert