Aachen - Caransebes und die Kaiserstadt: Diese Partnerschaft klingt einfach gut

Caransebes und die Kaiserstadt: Diese Partnerschaft klingt einfach gut

Von: Thomas Michalski
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Erhoben die Stimme auf die Partnerschaft mit Caransebes: Der St.-Marien-Gesangsverein. Foto: Schmitter

Aachen. Bereits seit 20 Jahren besteht eine Partnerschaft zwischen der Stadt Aachen und dem rumänischen Caransebes. Anlässlich dieses Jubiläums hat nun im Festsaal der Freien Evangelischen Gemeinde ein Benefizkonzert stattgefunden.

In dem gut besuchten Saal traten der Chor „Capella a Capella” sowie der St.-Marien-Gesangverein Aachen-Horbach auf und sangen Lieder aus einem Repertoire, das von Kirchenmusik bis zur Vokalmusik reichte. Doch auch die Gäste aus Rumänien spielten einige Lieder, als Dank für die Unterstützung aus Aachen. Zum Abschluss des Abends traten sogar alle Musiker gemeinsam auf die Bühne, um ein Lied in rumänischer Sprache zu singen.

Dass die beiden Aachener Musikgruppen dabei auf ein Honorar verzichteten, passt gut zum Benefizgedanken des Abends und zur Partnerschaft beider Städte. Diese nahm ihren Anfang, als nach dem Fall des Ceausescu-Regimes Ende 1989 auch aus Deutschland Hilfe in das Not leidende Land gesandt wurde.

„Die finanzielle Hilfe ist gut”, erklärt Rolf Igel von der Rumänien-Aktion. „Aber wir wollten auch kleinere Projekte machen.” Zu diesen Projekten zählen unter anderem die Versorgung der Bewohner mit Kleidung und Essen sowie die Einrichtung eines häuslichen Pflegedienstes.

In den vergangenen zwanzig Jahren ist Hans Gillessen die rund 1600 Kilometer nach Caransebes 51 Mal mit einem Lastwagen gefahren, teilweise bis zu fünf Mal pro Jahr. Doch noch immer wird vor Ort weitere Hilfe gebraucht. Vieles sei durch den Anschluss an die Europäische Union einfacher geworden, berichtet Gillessen, und zumindest Grenzaufenthalte von bis zu zehn Stunden gehörten der Vergangenheit an. Doch auch neue Hürden sind entstanden. Gerade bei der Jugend sei eine starke Abwanderung in das europäische Ausland zu beobachten, was neue Probleme schaffe.

Insofern möchte man das Benefizkonzert auch nicht als Abschluss verstanden wissen. Die Hilfe zur Selbsthilfe werde fortgeführt, und das Konzert sei vielmehr eine Bekräftigung der Freundschaft für die Zukunft.
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