Aachen - Campusbahn-Appell der Grünen: „Schreibt positive Leserbriefe“

Campusbahn-Appell der Grünen: „Schreibt positive Leserbriefe“

Von: Albrecht Peltzer
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Diskussion um die Campusbahn geht in den Endspurt. Befürworter wie Gegner sind engagiert bemüht, Überzeugungsarbeit zu leisten. Und: Viele Aachener äußern sich in Form von Leserbriefen, über Facebook, in Blogs und Foren. So weit, so gut. Oder schlecht.

Sagen sich die Grünen, die „ein deutliches Übergewicht an negativen Leserbriefen in den Zeitungen“ monieren. Was man so nicht hinnehmen will. Die Devise lautet: gegensteuern. Was in der Konsequenz bedeutet, Campusbahnbefürworter zu animieren, Leserbriefe pro Schiene zu schreiben oder – so es denn zeitlich oder sonstwie mit der eigenen Autorenschaft nicht passt – zumindest den eigenen Namen für Leserbriefe aus anderer Feder zur Verfügung zu stellen.

Grünen-Fraktionsgeschäftsführer Helmut Ludwig hat diese Idee jetzt durchs Netz geschickt. Über den fraktionseigenen Email-Verteiler an die Parteifreundinnen und -freunde. „Positives“ solle man den negativen Leserbriefen entgegensetzen, schreibt Ludwig. „Wenn jede und jeder einen Leserbrief schreibt oder jemanden findet, der bereit ist, seinen Namen für einen Leserbrief zur Verfügung zu stellen, würde sich die gefühlte öffentliche Meinung nicht so negativ festsetzen“, so Ludwig. Das Fraktionsbüro helfe „gerne bei Formulierungen und steht auch für Fragen zur Verfügung“.

Helmut Ludwig selbst sieht in seiner Rundmail an etwa 300 Grünen-Mitglieder und -Freunde nichts Anrüchiges. „Das ist eine interne Angelegenheit, und es geht mir nicht um eine Kampagne“, sagte er am Donnerstag. Es sei Fakt, dass sich Gegner der Campusbahn eher öffentlich äußerten. Er wolle eben die Befürworter ermutigen, sich aktiver in die Diskussion einzuschalten. „Das hat keinen systematischen Charakter, sondern ist als Hilfe gedacht“, so Ludwig. Das Fraktionsbüro stehe ja auch in anderen Bereichen und Themenfeldern mit Rat und tat zur Seite. Die Formulierung, Namen zur Verfügung zu stellen, sei „unglücklich und so nicht gemeint“, betonte Ludwig. „Wir schreiben keine Leserbriefe für andere Personen.“

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