Campus West: „Hier schafft Wissen Stadt“

Von: Christiane Chmel
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Preisverleihung des Landeswettbewerbs „2014 – Aachen – Campus West“: (v.l.) Ernst Uhing, NRW-Bauminister Michael Groschek, Jurymitglied Elmar Bausch, Preisträger Andreas Fritzen, OB Marcel Philipp, Preisträger Reinhard Gerlach, Prof. Thomas Zimmermann Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Aachen ist eine Wissenschaftsstadt. Und hier schafft Wissen Stadt.“ So hat Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, den „Landeswettbewerb 2014 – Aachen – Campus West“ umschrieben, der nun mit der Preisverleihung in der Nadelfabrik am Reichsweg 30 offiziell abgeschlossen wurde.

Ein innovatives, urbanes Wohnquartier auf einem schwierigen, circa 3,2 Hektar großem Grundstück entlang einer Bahnlinie zu planen – Das war die anspruchsvolle Aufgabe des Wettbewerbs, den das Ministerium in Kooperation mit der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ausgelobt hatte.

Ziel war es, durch einen entsprechenden Entwurf die Wohnungssituation in Aachen zu verbessern und den durch das weitere Wachstum der Hochschule bedingten zusätzlichen Wohnraumbedarf zu decken. Zudem wünschte sich die Stadt Aachen als Mitauslober, dass das Projekt zusätzliche Impulse für die Entwicklung des Campus West aussenden soll.

Nach den Bedingungen der Auslobung musste die Bebauung des Wettbewerbsgebietes unterschiedliche Anforderungen an Art und Dimensionierung unter anderem der Gebäude, Erschließung, Freiflächen und Barrierefreiheit gerecht werden. Dabei stellte die Lärmbelästigung zur Bahntrasse des Güterbahnhofes eine besondere Herausforderung dar.

27 Büros nahmen am Landeswettbewerb teil. Den ersten Preis errangen „pbs architekten Gerlach Wolf Böhning Planungsgesellschaft“ aus Aachen gemeinsam mit „Fritzen Architekten und Stadtplaner“ aus Köln. Ihr Entwurf überzeugte das Preisgericht vor allem durch eine klar strukturierte Planung für das ungünstig geschnittenes und stark Lärm belastete Grundstück sowie eine Vielfalt von Wohnungsangeboten. „Der Entwurf gibt die richtigen Antworten auf die Herausforderungen einer wachsenden Stadt und setzt Impulse für die Campus-Entwicklung“, betonte Michael Groschek.

Auch die Grundrisse der 275 Wohnungen erschienen der Jury unter Vorsitz des Frankfurter Architekten Prof. Thomas Zimmermann sowohl funktional als auch hinsichtlich ihrer Durchmischung sehr gut gelungen. „Die Kammerstruktur der Bebauung ermöglicht eine Belichtung der Wohnungen zu unterschiedlichen Himmelsrichtungen sowie ihre natürliche Belüftung bei gleichzeitiger Einhaltung des Schallschutzes auf der Südseite“, erläuterte Zimmermann.

Der 2. Preis ging an „h4a Gessert + Randecker + Legner Architekten“ (Düsseldorf), der 3. Platz an „Konrath und Wennemar Architekten Ingenieure“ gemeinsam mit „FSWLA Landschaftsarchitektur“ (Düsseldorf). Eine Anerkennung sprach die Jury an das „Architektur Contor Müller Schlüter“ (Wuppertal) mit „Club L 94 Landschaftsarchitekten“ (Köln) aus.

„Architektur prägt unsere Stadt. Wer daran mitwirkt, trägt eine große Verantwortung“, betonte Oberbürgermeister Marcel Philipp im Rahmen der Preisverleihung. „Aachen ist eine gewachsene Stadt. Der Spagat zwischen historischer und neuer Bebauung ist den Siegern des Wettbewerbs sehr gut gelungen.“

Das Land NRW wird die Stadt Aachen und die Projektgesellschaft „Campus Wohnen db“ im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung bei der Umsetzung des Wettbewerbsergebnisses unterstützen. Das neue Quartier soll abschnittsweise in den kommenden Jahren realisiert werden.

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