Aachen - Campus Run: 250 Läufer rennen für die Flüchtlinge

Campus Run: 250 Läufer rennen für die Flüchtlinge

Von: Julia Kessen
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Vollgas am Start: Beim Campus Run ging es um Menschenrechte und Flüchtlingsarbeit – und natürlich auch um den sportlichen Erfolg. Foto: Andreas Schmitter
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Symbolischer Rettungsring: Beim Campus Run wurde auf das Schicksal der Flüchtlinge auf unterschiedliche Art und Weise aufmerksam genacht.

Aachen. Angefeuert von lauter Musik und den Zuschauern am Rand der Laufstrecke starteten am Sonntag rund 250 Läufer für die Menschenrechte, für Toleranz und für eine offene Flüchtlingspolitik. Am 31. Juli fand nun zum ersten Mal dieser Benefizlauf Campus Run in Aachen statt. Die Teilnehmer begannen am Campus Melaten. Unter ihnen waren auch etwa 20 Flüchtlinge.

Bei einem ersten Lauf um 11 Uhr konnte die zweieinhalb Kilometer lange Strecke zweimal umrundet werden. Mit dem zweiten Lauf um 12 Uhr konnten zehn Kilometer zurückgelegt werden. Gleichzeitig mit dem 10-Kilometer-Lauf startete auch der Staffel-Lauf, bei dem vier Teilnehmer jeweils zweieinhalb Kilometer liefen.

Die Läufer starteten an der Steinbachstraße in Höhe des Werkzeugmaschinenlabors der RWTH Aachen und liefen dann über einen Feldweg parallel zum Campus-Boulevard wieder zurück zum Startpunkt, an dem sie von den Zuschauern angefeuert und mit Wasser und Kuchen empfangen wurden.

Mit solchen Aktionen will die Initiative „Aachen hat Ausdauer“ auf das Thema Menschenrechte und das damit verbundene Flüchtlingsthema aufmerksam machen. Organisator Adrien Schwane ist wichtig, dass „wir nicht über Flüchtlinge sprechen, sondern mit ihnen“. Um das zu erreichen, sei der Sport eine gute Plattform, weil er Menschen, egal welcher Herkunft, zusammenbringe, sagte er.

Seit nun drei Jahren engagieren sich Adrien Schwane, Sarah Fluchs und Rebecca Achenbach mit der studentischen Eigeninitiative „Aachen hat Ausdauer“ für die Menschenrechte. Der Campus Run ist die dritte Sportveranstaltung, die „Aachen hat Ausdauer“ schon organisiert hat. Schon mit einem Marathon in Madrid 2013 und einer Radtour von Freiburg nach Aachen 2014 konnten viele Spendengelder gesammelt werden, die der Arbeit mit Flüchtlingen zugute kommen.

Die Spenden aus dem Campus Run vom vergangenen Sonntag setzen sich aus den Startgeldern der Teilnehmer und dem Verkauf der gelben Sportshirts zusammen. Mit dem erlaufenen Geld werden die Asylgruppe Aachen und Amnesty Aachen unterstützt.

Unterstützung bei der Organisation des Campus Run gab es von vielen kleineren Initiativen und stillen Helfern. Auch mehrere Institute der RWTH, die an der Laufstrecke liegen, unterstützten den Sportwettbewerb durch Materialspenden – und sie stellten Räume zur Verfügung.

Am Startpunkt der Laufstrecke waren außerdem einige Infostände aufgebaut, an denen sich alle Interessierten über die Arbeit der Initiatoren informieren konnten.

Durch die neuesten Entwicklungen in der Flüchtlingspolitik gebe es zwar immer mehr Anfeindungen, aber umso mehr Helfer hätten sich in den letzten Monaten dem Team von „Aachen hat Ausdauer“ angeschlossen, hieß es. „Wir wollen durch solche Veranstaltungen ein Bewusstsein schaffen für das Thema“, erklärte Sarah Fluchs, eine der Organisatorinnen.

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