Campus Melaten: Investition in die wissenschaftliche Zukunft

Von: Tim Habicht
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Handarbeit für die Wissenschaft: Ernst Schmachtenberg (Rektor RWTH ), Minister Garrelt Duin, Matthias Wessling (Leiter Chemische Verfahrenstechnik), Rolf Krähmer (BLB) und Ute Willems (BLB) beim Spatenstich. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Ein Spatenstich symbolisiert immer den Beginn von etwas Neuem und von Aufbruch. Zwar ist Aufbruch in der Aachener Region nichts Ungewöhnliches, aber dennoch etwas sehr Schönes und ein wichtiges Zeichen“, sagt Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes NRW.

Derzeit gibt es viele schöne und wichtige Zeichen auf dem RWTH Campus Melaten. Aber dieser Bau ist dann doch etwas ganz Besonderes. Das neue moderne Forschungsgebäude mit der etwas kryptisch wirkenden Bezeichnung NGP², oder auch „Center for Next Generation Processes and Products“, vereint gleich sechs verschiedene Lehrstühle und fokussiert sich auf Stoffumwandlungsprozesse und Verfahren basierend auf nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbarer Energien. Herzstück des Forschungsbaus wird eine dreigeschossige modular aufgebaute Bioraffinerie sein. Kostenpunkt: 38 Millionen Euro.

Geld, das der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) als Bauherr und Vermieter, gut und zukunftsträchtig investiert. Knapp die Hälfte dieser Summe wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ein weiterer Teil des Geldes fließt aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm des Landes. „Das neue Forschungsgebäude wird ein exzellentes Beispiel für eine tolle Kooperation zwischen Bund und Land. Außerdem wird durch den Bau die Forschung extrem gut gefördert.

Es ist ein wichtiger Beitrag zum Ausbau der Forschung für die RWTH Aachen“, beschreibt Ute Willems, Stellvertretende Niederlassungsleiterin Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW Aachen. Vor allem die Vernetzung und unmittelbare Verzahnung der verschiedenen Lehrstühle und wissenschaftlichen Zweige soll dem Forschungs- und Industriestandort Aachen zu Gute kommen. „Das neue Gebäude wird ein Meilenstein für das Forschungscluster“, betont Duin.

Natürlich freut sich Prof. Ernst Schmachtenberg als Rektor der RWTH Aachen ebenfalls sehr über das neue Forschungsgebäude an der Forckenbeckstraße: „Es ist eine fantastische Möglichkeit, sich als Wissenschaftler weiterzuentwickeln und den Industriestandort Aachen und NRW voranzubringen. Dinge, die hier entstehen werden, sind maßgeblich für die wissenschaftliche und industrielle Zukunft.“

Ab Winter 2015, sofern alles nach Plan läuft, ist das Gebäude, das auf rund 7000 Quadratmetern Nutzfläche entsteht, bezugsfertig. Unter einem gemeinsamen Dach wachsen die Lehrstühle der Verfahrenstechnik nun auch räumlich zusammen. So können Kompetenzen und Ressourcen noch effektiver gemeinsam genutzt werden.

„In unserem neuen Forschungsbau NGP² werden wir neue Stoffumwandlungsprozesse und neue chemische Produkte entwickeln, die uns unabhängiger machen werden von den immer knapper werdenden Erdöl-, Erdgas- und Kohlereserven“, beschreibt Prof. Dr. Matthias Wessling, Leiter des Lehrstuhls für Chemische Verfahrenstechnik.

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