Aachen - Cafeteria im Klinikum jetzt geschlossen

Cafeteria im Klinikum jetzt geschlossen

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
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Traurige Leere: Im Foyer des Uniklinikums wurde die Cafeteria nach 25 Jahren geschlossen. Nicht einmal ein Kaffeeautomat ist dort noch in Betrieb, die Empore wurde abgesperrt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Wer in diesen Tagen das Klinikum betritt, darf befürchten, dass der sparkursbedingte Stellenabbau bereits in vollem Gange ist. Cafeteria, Bistro-Restaurant und Blumengeschäft im Foyer sind ausgeräumt.

„Leider vorläufig geschlossen”, steht auf einem kleinen Schild vor der Treppe zur Empore. Besucher und Patienten, die sich über 25 Jahre gerne auf dieser Halbetage zu Kaffee, Kuchen und Co. trafen, werden zum Personalrestaurant im Erdgeschoss (zwischen den Aufzügen B1 und 2) gelotst.

Dort gilt montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr allerdings bargeldloser Zahlungsverkehr. Wer dort etwas haben will, muss erst für 10 Euro eine Pfandkarte kaufen.

Im Haus verursacht das einigen Unmut. Das wenig verlockende Automatenrestaurant vor der Personalkantine kann die Bedürfnisse kaum befriedigen.

„Wir wissen, dass die Situation nicht schön ist”, sagt Verwaltungsdirektor Detlef Klimpe. „Wir unterlagen hier einer Fehleinschätzung”, räumt er ein. Und verspricht Abhilfe spätestens zum Sommer.

Bis dahin soll das Konzept eines professionellen Gastroplaners umgesetzt sein. Dabei will man hunderttausende Euro ins jetzige Personalrestaurant investieren.

„Uns schwebt vor, Restaurant und Cafeteria für gehfähige Patienten und Besucher nach modernsten Standards mit Blick auf den kleinen See zu verwirklichen”, erklärt Klimpe.

Die obere Etage des Restaurants - derzeit geschlossen und vormals Teil der Mensa - wäre dann nach dieser Idee den 5500 Mitarbeitern des Klinikums vorbehalten.

Derzeit werden in der Personalkantine laut Klimpe rund 1000 Essen pro Tag ausgegeben. Übergangsweise will der Verwaltungschef in Absprache mit der Aachener Bäcker-Innung ein Cafeteria-Konzept mit wechselnden Anbietern auf die Beine stellen.

Die Aufträge für einen zentralen Restaurant-Umbau und neuen Betreiber will man indes zügig ausschreiben.

Mit seinem Sparplan habe dies alles aber zunächst nichts zu tun, beteuert Klimpe. „Wir müssen uns keine goldene Nase verdienen, sondern lediglich kostenneutral arbeiten.”

Die Pachtverträge mit dem Blumenhändler und Restaurantbetreiber habe man vor allem deswegen gekündigt, weil die Auslastung der Cafeteria nach dem Rauchverbot erheblich nachgelassen habe.

Und weil wegen verschärfter Hygiene-Auflagen Probleme aufgetreten seien, die man nur mir hohem Aufwand hätte lösen können. Der Pächter wollte sich dazu auf AZ-Anfrage nicht äußern.

Ein Blumenladen des neuen Pächters Nadir soll ab Februar im früheren Raucherraum links vom Haupteingang eröffnen - ebenfalls mit auswärtigem Personal.
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