Cäsar in Comics: Latein mal anders

Von: Lilian Killmeyer
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Spaß am Latein: Dr. Karl-Heinz von Rothenburg hat die Asterix-Geschichten in die alte Sprache übersetzt. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Eines Tages im Jahr 1971 kam Dr. Karl-Heinz von Rothenburg frustriert aus der Lateinstunde einer 10. Klasse eines Münchener Gymnasiums. Er hatte mit seinen Schülern mühsam versucht, Cäsars „De Bello Gallico“ zu lesen und stieß dabei auf Unverständnis und Langeweile.

Aus dieser Erfahrung entstand letztlich die Idee des Aacheners, die Asterix-Bände aus dem französischen Original ins Lateinische zu übersetzen.

Vieles sprach dafür: Die Geschichte spielt zur Zeit Cäsars, in jedem Band kommen römische Legionäre vor, Cäsar tritt auf und lateinische Zitate gibt es en masse. Außerdem sah Rothenburg darin die Chance, den jungen Schülern wieder Spaß an Latein und der römischen Geschichte zu geben. Die alte Sprache sollte für die Jugend wieder attraktiv gemacht werden und als Übergangslektüre nach der Spracherwerbsphase den Lektüreschock Cäsars im Original vermeiden.

Über 20 Übersetzungen

Natürlich ersetzt das keineswegs die Lektüre wichtiger lateinischer Autoren im Original und auch die Geschichte der Asterix-Bände ist zugegebenermaßen leicht zurechtgebogen. Aber die Hauptsache war für den Lateinlehrer stets, dass der Unterricht für die Schüler spannender und motivierender gestaltet werden und er einen Beitrag zur Erhaltung der alten Sprache leisten kann.

Zuletzt erschien seine neueste lateinische Ausgabe von „Der Papyrus Cäsars“, eine von über 20 Asterix-Übersetzungen, die er in den vergangenen Jahrzehnten angefertigt hat.

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