Aachen/Vaals - Buslinie 25: Fahrplanwechsel im Juni

Buslinie 25: Fahrplanwechsel im Juni

Von: Katrin Fuhrmann
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Vaals. Mal eben mit dem Bus von Vaals ins Zentrum von Aachen – oder umgekehrt: Für die Grenzbewohner gehört das zum Alltag. In 20 Minuten sind die Einwohner für Einkäufe und Arztbesuche im Stadtkern. Ab dem Fahrplanwechsel der Aseag am 14. Juni wird das allerdings anders aussehen.

Denn: Die Linie 25 wird ab diesem Zeitpunkt nicht mehr bis zur jetzigen Vaalser Endhaltestelle „Heuvel“ fahren. Die Fahrt endet dann bereits an der Vaalser Busstation am ehemaligen Grenzübergang. Folge: die Station „St. Jozefkerk“ wird ebenfalls nicht mehr angefahren. Mit Konsequenzen für die Vaalser Familien.

Seit dem Umbau der Maastrichterlaan gelten für die Busse der Linie 25 anderen Taktzeiten. An der Haltestelle „Vaals Heuvel“ haben die Fahrer keine Zeit mehr für eine Pause und keinen Platz zum Wenden, wie die Aseag auf Anfrage mitteilte. Das geht nur noch an der Vaalser Busstation.

Ein weiteres Problem zeichnet sich ab: Durch die geplante Verlegung des Wochenmarktes dienstags zur Busstation wird auch dort keine Möglichkeit zum Wenden bestehen. Nach einer konkreten Lösung wird noch gesucht.

Pläne der Aseag: „Die nicht mehr von der Linie 25 bedienten Haltestellen „St. Jozefkerk“ und „Heuvel“ werden ersatzweise stündlich von der Buslinie 33 angefahren“, sagt Anne Linden, Pressesprecherin der Aseag. Derzeit würden die an „Bloemendal“ endenden Fahrten der Linie 33 im 60-Minuten-Takt bis Vaals „Heuvel“ verlängert.

Für Einwohner würde das zum Beispiel bedeuten: Wer im Stadtkern von Aachen einen Arzttermin hat, müsste schon eine Stunde früger losfahren, um pünktlich anzukommen. Für die Vaalser Einwohner „absolut undenkbar“. „Die Busse haben jetzt schon immer Verspätung. Praktisch ist es gar nicht möglich, den Anschlussbus zu erreichen“, sagt René Berres, Anwohner und betroffen von dem Wegfall der Haltestellen.

Laut Aseag besteht allerdings an der Vaalser Grenze eine Umsteigemöglichkeit von der Buslinie 33 in die Linie 25. Wer von Aachen kommt, könne in Zukunft von der Linie 35 in die Linie 33, abwechselnd in Richtung „Vaals Heuvel“ oder „Vaals Flats“ umsteigen.

Direkt betroffen von dem Wegfall der beiden Haltestellen sind vor allem die Menschen, die zwischen den beiden Haltestellen wohnen. Sie fühlen sich hintergangen. Denn der Beschluss bedeute konkret: längere Fußwege und Wartezeiten. Gerade für ältere und kranke Menschen, die auf den Bus angewiesen seien, bedeute der geplante Wegfall der beiden Haltestellen einen herber Verlust. Auch Kinder, die in Aachen zur Schule gehen, müssten längere Wege auf sich nehmen.

„Es gibt hier so viele Menschen, die den Bus seit Jahren nutzen. Es ärgert mich, dass wir nicht gefragt wurden, sondern alles schon feststeht“, beklagt Claudia Berres, die von dem Wegfall der Haltestelle St. Jozefkerk betroffen ist. „Wenn ich in Zukunft meinen wöchentlichen Großeinkauf plane, muss ich die Taschen vielleicht von der Busstation bis nach Hause tragen“, ergänzt sie. Berres Haus liegt rund einen Kilometer von der Bushaltestelle entfernt.

„Wir haben uns damals für das Wohnen in Vaals entschieden, weil die Miete günstiger ist, wir zentral und doch ländlich leben und wir viele Ausflugsziele in der Euregio schnell mit dem Bus erreichen können“, erzählt die Familie.

Letzter Punkt könnte, zumindest was die Schnelligkeit betrifft, bald passé sein.

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