Bushof: „Angsträume“ sollen verschwinden

Von: Matthias Hinrichs
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Alles andere als einladend: Neue Pläne zur Umgestaltung des Bushofs sollen bald auf die Tische der Politiker flattern – auch um die Sicherheit rund um die Volkshochschule zu verbessern. Foto: Harald Krömer

Aachen. Mehr Licht! Die berühmten letzten Goethe-Worte sollen den städtischen Gestaltern jetzt ja zumindest rund um eine der scheußlichsten Bausünden im Talkessel Befehl sein. Die düsteren „Angsträume“ in und am Bushof sollen so in Kürze wenigstens ein Stück weit verschwinden.

Damit die Menschen wieder strömen – zum Beispiel in die Volkshochschule, deren Zentrale sich bekanntlich seit Jahr und Tag im Betonkomplex an der Peterstraße befindet. Und die damit ihrerseits in gewissem Sinn als Opfer des (nicht nur) architektonischen „Brutalismus“ gelten darf.

Dass die Kundenfrequenz in jüngster Zeit ziemlich zu wünschen übrig lässt, führt VHS-Chefin Dr. Beate Blüggel nämlich nicht zuletzt auf die nicht gerade einladende Atmosphäre rings ums Portal zur allgemeinen Weiterbildung zurück, wie sie jetzt im zuständigen Betriebsausschuss des Rates unterstrich.

Anlass genug für die Kulturpolitiker, sich einmal mehr auf den aktuellen Stand zum avisierten Wettbewerb zwecks Neugestaltung des Areals bringen zu lassen. Das übernahm die städtische Planungsexpertin Gertrude Helm mit einem zwangsläufig eher vagen Blick aufs vieldiskutierte Innenstadtkonzept 2022.

„Erst wenn wir wissen, wie der Platzbedarf für die Aseag rund um den heutigen Bushof konkret aussieht, können wir das Verfahren auf den Weg bringen“, erklärte sie. Eine Untersuchung der logistischen Voraussetzungen sei aber bereits in Arbeit, damit das Rennen um die besten Entwürfe 2017 eröffnet werden könne.

Drei Varianten sollen dabei im Schulterschluss mit Investor Gerd Sauren, in dessen Besitz sich etwa die Hälfte des Objektes befindet, zunächst in den Blick genommen werden. Erstens: Komplettabriss. Zweitens: Neugestaltung der weitläufigen Immobilie, wobei die Haltestellen im hinteren Untergeschoss des Komplexes – und damit der eigentliche Bushof – weichen würden. Drittens: Fortbestand des Bauriegels an der Peterstraße und Neuplanung der dahinter gelegenen Bereiche.

Helm: „Es sind also noch etliche dicke Bretter zu bohren, aber zumindest das Aufgabenheft wird noch in diesem Jahr vorliegen.“ Letzteres ist mit Blick auf eine mögliche Zusammenlegung von VHS und Stadtbibliothek unter einem Dach übrigens bereits fertiggestellt, wie Ratsfrau Dr. Margrethe Schmeer (CDU) berichtete.

Die Kulturpolitiker könnten sich allerdings auch ein neues Ensemble an völlig anderem Standort durchaus vorstellen. Nun aber setze man zunächst darauf, dass die Sicherheit rund um den Bushof mit weiteren Maßnahmen verbessert werde. Auch die Installierung von Überwachungskameras, bestätigte Kulturdezernentin Susanne Schwier, sei seitens der Polizei zumindest „beabsichtigt“.

Eine Verbesserung der Beleuchtung müsse seitens der Stawag schnellstmöglich erfolgen, unterstrichen die Politiker. Im Übrigen folgten sie einem Beschluss des Planungsausschusses, der die erste Machbarkeitsstudie zur Auslotung der Möglichkeiten rund um den Bushof nach der Sommerpause diskutieren will.

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