Bus statt Auto: 2000 machen mit

Von: Lars Odenkirchen
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Mit diesem Ansturm hatte Ralf Kahlen nicht gerechnet - und seine Mitarbeiter taten ihm an manchen Tagen richtig leid.

„Wir hatten 100 bis 200 Interessenten erwartet, dass es am Ende fast 2000 geworden sind, ist natürlich toll, hat uns aber auch gezwungen, unsere ganze Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen”, resümiert der Leiter des Straßenverkehrsamtes der Städteregion.

„Tausche Führerschein gegen Monatskarte” hieß die Aktion, von der Kahlen berichtet und die von März bis August als erfolgreiches Kooperationsprojekt von Aseag und dem städteregionalen Straßenverkehrsamt lief.

Alle Interessenten aus der Städteregion konnten für einen Monat während des Aktionszeitraums ihren Führerschein beim Straßenverkehrsamt abgeben und erhielten im Austausch kostenlos eine Monatskarte für Bus und Bahn, die im gesamten Gebiet des Aachener Verkehrsverbundes gültig war.

Dass die Aktion mehr als erfolgreich gelaufen ist, weiß Kahlen dann auch mit einer kleinen Anekdote zu untermauern: „20 Teilnehmern hat die Aktion anscheinend so gut gefallen, dass sie ihren Führerschein gar nicht wieder abholen wollen - obwohl wir sie mehrmals angeschrieben haben, haben sie sich noch nicht bei uns gemeldet.”

Hans-Peter Geulen, Center-Leiter für den Bereich Verkehrswirtschaft bei der Aseag, zeigt sich ebenfalls überaus zufrieden mit der Resonanz: „Für uns war die Aktion eine tolle Möglichkeit, auf eine ganz originelle Art und Weise Führerscheininhaber anzusprechen, die sich noch nicht mit dem öffentlichen Nahverkehr beschäftigt haben. Wir haben gezeigt, welche Vorteile und Einsparmöglichkeiten er bietet und wie man so auch einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.”

Untermauern kann Geulen den Erfolg schließlich auch noch mit einigen Zahlen, die die Aseag über eine Umfrage erhoben hat. Besonders erfolgreich lief die Aktion in der Stadt Aachen, wo insgesamt 1332 Menschen ihr Auto gegen den Bus tauschten.

Erfreut ist Geulen zudem, dass nicht nur eine große Zahl von Rentnern und Senioren, sondern auch viele Berufspendler das Angebot wahrnahmen. Besonders positiv dürfte für die Verkehrsbetriebe aber der nachhaltige Nutzen der Aktion sein: 82 Prozent der Teilnehmer wollen in Zukunft verstärkt die Aseag nutzen, und 67 Prozent erwägen gar den Kauf einer Monatskarte.

Interesse hat die Aktion übrigens bundesweit geweckt, wie Geulen berichtet: „Uns haben sogar Kollegen aus Nürnberg angerufen, um sich wegen der Aktion zu erkundigen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert