Burtscheid: Rückt neue Kurklinik an Ferberpark heran?

Von: Oliver Schmetz
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Kuren statt Parken? Bei der Suche nach einem Standort für eine neue Rehaklinik in Burtscheid ist auch die Viehhofstraße ein Thema. Foto: Jaspers

Aachen. Eine neue Kurklinik mit 249 Betten direkt an der Viehhofstraße sowie an und teils im Burtscheider Ferberpark – nach AZ-Informationen soll dies eine der favorisierten Optionen sein, die die Marienhaus GmbH derzeit prüft. Wie berichtet, will der katholische Konzern seine beiden Burtscheider Kurkliniken Schwertbad und Rheumaklinik bis 2017 in einem 35 Millionen Euro teuren Neubau zusammenfassen – und zwar an anderer Stelle.

Denn die beiden Klinik-Gebäude am Burtscheider Markt will man verkaufen. Und auch die Baugrube hinter dem Schwertbad an der Benediktinerstraße, wo die alte Klinik einmal erweitert werden sollte, hatte der Sprecher der Marienhaus GmbH, Heribert Frieling, am vergangenen Dienstag als Standort ausgeschlossen. Stattdessen soll man zuletzt gegenüber den Beschäftigten beider Häuser – wie mehrere Beteiligte der AZ schildern – den Standort Viehhofstraße für den Neubau ins Gespräch gebracht haben.

Dort liegt neben der Bebauung an der Ecke Kapellenstraße ein Parkplatz, daneben und dahinter erstrecken sich die Grünflächen des Ferberparks. Als ein Kurstandort war die Ecke schon vor langer Zeit einmal im Gespräch. Doch platzte 1981 das Vorhaben der Stadt, dort ein Thermalbadezentrum mit Hallen- und Freibad zu errichten, weil das Land die Zuschüsse verweigerte. Der Parkplatz sollte auch danach häufiger überplant werden, doch nie wurde etwas aus den Vorhaben. Diesmal ginge es aber nicht nur um den Parkplatz. Eine Klinik dieser Größe benötigte wohl auch ein Stück des benachbarten Parks.

„Für uns ist der Erhalt der Grünfläche sehr wichtig“, kommentiert Planungsdezernentin Gisela Nacken diese Idee, „die sehr überraschend kommt“. Mit der Stadt seien in dieser Sache nämlich seitens der Marienhaus GmbH noch gar keine Gespräche geführt worden. Das mag daran liegen, dass die Idee eines kompletten Neubaus noch sehr frisch ist und erst vor einigen Wochen entstanden sei, wie Marienhaus-Sprecher Frieling betont.

Wie berichtet, hatte der Konzern am Montag die Mitarbeiter beider Häuser darüber informiert, dass man in einem Neubau die einzige wirtschaftlich tragfähige Perspektive für die Kliniken sehe. Zugleich sollen die Beschäftigten der Rheumaklinik auf 20 Prozent ihres Gehalts freiwillig verzichten – geschehe dies nicht, stehe die Schließung beider Häuser im Raum.

Zum Standort Viehhofstraße mag sich Frieling nicht äußern. „Wir prüfen verschiedene Baukonzepte und Standorte, vorzugsweise in Burtscheid“, sagt er. In den Blick geraten sei dabei auch wieder die Baugrube hinter dem Schwertbad, wo es „nun doch Möglichkeiten für einen kompletten Neubau zu geben scheint“. Dass man dies zwei Tage zuvor noch ausgeschlossen hat, kommentiert Frieling so: „Alles ist im Fluss, und wir arbeiten unter Hochdruck an allen möglichen Varianten.“

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