Burtscheid: Bankräuber kommt mit Pistole und Horrormaske

Von: Oliver Schmetz
Letzte Aktualisierung:
Sparkasse Überfall
Tür offen, Weg versperrt: Nach dem Bankraub grenzt rot-weißes Flatterband den Tatort an der Erzbergerallee ab. Foto: Ralf Roeger
Überfall Sparkasse
Ermittler am Tatort: Vom Bankräuber fehlte bis zum Mittwochabend eine heiße Spur. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Frau parkt gegenüber der Sparkassenfiliale und läuft mit der Geldbörse in der Hand schnell über die Straße – bis sie vom rot-weißen Flatterband gestoppt wird. Die Tür zum Schalterraum steht offen, aber der Weg ist versperrt. Dass die an diesem frühen Mittwochnachmittag unübliche Schließung durch einen Bankraub bedingt ist, quittiert die Kundin mit staunendem Kopfschütteln: „Ehrlich? Das ist ja ein Ding!“

Das „Ding“ hat sich rund 90 Minuten vorher ereignet. Um 12.35 Uhr betritt ein Mann die Filiale an der Ecke Erzbergerallee/Am Branderhof und ruft sofort, wie Zeugen später berichten, dass es sich um einen Überfall handele. Der Täter trägt eine „Scream“-Maske aus dem gleichnamigen bekannten Horrorfilm, hält dem Angestellten eine Pistole vors Gesicht und fordert, sämtliches Bargeld herauszugeben.

Als ihm dies ausgehändigt wird, flüchtet er zu Fuß über die Straße Am Branderhof in Richtung Branderhofer Weg. Zurück bleiben mehrere Angestellte und Kunden, die mit dem Schrecken davonkommen und laut Polizei zumindest „äußerlich unverletzt“ sind.

Sofort läuft eine Großfahndung der Polizei an, und das nicht nur zu Lande: Ein Polizeihubschrauber steigt auf und kreist geraume Zeit über dem Stadtteil – aber ohne Erfolg. Dem Täter gelingt die Flucht. Die Zeugen beschreiben ihn laut Polizei unterschiedlich. Demnach soll er zwischen 17 und knapp 30 Jahre alt und etwa 1,75 Meter groß sein und eine schmale Statur haben. Außerdem spricht er akzentfreies Deutsch. Hinweise erbittet die Kripo unter 0241/9577-31301 oder 0241/9577-34210.

Das „Ding“ in Burtscheid ist im Übrigen laut Polizei der erste Banküberfall überhaupt in diesem Jahr in Aachen – allerdings nicht der erste überhaupt an der Erzbergerallee. Die dortige Sparkassenfiliale ist schon häufiger von Bankräubern heimgesucht worden. Zuletzt war dies im Jahr 2003 der Fall, wobei es wesentlich brutaler zuging als an diesem Mittwochmittag. Damals wurde ein Bankangestellter von dem ebenfalls maskierten Täter mit einer Schusswaffe niedergeschlagen und musste mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden.

Diesmal geht es glimpflicher ab, und auch das rot-weiße Flatterband vor dem Eingang dürfte schnell wieder verschwinden. Aller Wahrscheinlichkeit nach, heißt es bei der Sparkasse, wird die Filiale am Donnerstag wieder normal öffnen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert