Aachen - Burtscheid: 96 Wohnungen werden saniert

Burtscheid: 96 Wohnungen werden saniert

Von: Matthias Hinrichs
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Dringender Handlungsbedarf: In
Dringender Handlungsbedarf: In den kommenden Jahren sollen die „Gartenhäuser” in Kalverbenden und in der Spaakallee in einzelnen Abschnitten umfassend modernisiert werden. CDU und Grüne betonen, dass die Mieten dennoch preiswert bleiben sollen. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die spätsommerliche Ruhe am Rand des Kurgebiets kann über den akuten Handlungsbedarf in Sachen Sanierung nicht hinwegtäuschen - sagen die Ratspolitiker von CDU und Grünen: In den kommenden Jahren soll die alte Gartensiedlung an Kalverbenden und Spaakallee, idyllisch zwischen Adenauer- und Rathenauallee gelegen, mit Millionenaufwand modernisiert werden.

Am Dienstag putzten Vertreterinnen der Fraktionen bereits zahlreiche Klinken in den zwölf Blocks mit insgesamt 96 Wohneinheiten, um die Anwohner mit Flugblättern über die geplanten Maßnahmen zu informieren.

Denn bereits am heutigen Mittwoch will die schwarz-grüne Koalition die Verwaltung per Ratsantrag veranlassen, ein Konzept zur Modernisierung der durchweg denkmalgeschützten Häuser aus den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu erarbeiten.

„Wir können nicht länger abwarten, wenn wir die Bausubstanz im Prinzip erhalten wollen”, betonte CDU-Fraktionschef Harald Baal, als er die Pläne vor Ort mit Grünen-Ratsfrau Martina Hörmann vorstellte. Heizungen, Fenster, Wärmedämmung - im Prinzip seien die Wohnungen, die allesamt im städtischen Besitz sind und von der GeWoGe verwaltet werden, in den vergangenen Jahren allenfalls punktuell den erforderlichen Standards angepasst worden, berichtete Hörmann.

In jedem Fall werde aber dafür Sorge getragen, dass die vergleichsweise preiswerten Wohnungen, in denen vor allem ältere Menschen teils seit Jahrzehnten zu Hause sind, am Ende für eben jene erschwinglich blieben. Zumal die energetische Sanierung langfristig eine Verringerung der Nebenkosten mit sich bringe. „Wir wollen auch die soziale Struktur definitiv erhalten”, betont Baal.

Allerdings sei davon auszugehen, dass die Mieter vorübergehend in Ausweichquartieren untergebracht werden müssten - wobei die Baumaschinen frühestens in drei Jahren anrücken, schätzt Baal. Natürlich sei das Projekt nur in kleineren Abschnitten zu realisieren. „Zunächst muss die Verwaltung ein Konzept erstellen, wie das im Einzelnen vonstatten gehen kann. Das nimmt mindestens ein Jahr in Anspruch, und wir wollen die Bewohner schon im Vorfeld in die Planungen einbeziehen.”

Letztlich würden die Betroffenen „peu à peu” mit genügend zeitlichem Vorlauf informiert, wenn der kurzzeitige Umzug anstehe. Im Ganzen dürften die Bauarbeiten sich mindestens über zwei Jahre hinziehen und in Millionenhöhe ins Kontor der Kämmerin schlagen, schätzt Baal. Entsprechende Fördermittel von Bund und Land sollen umgehend beantragt werden.
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