Burg Frankenberg: Von Blues und Rock bis zum Adventssingen

Von: Lamar-Aron Klaßen
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Das Organisationsteam der Burg Frankenberg lädt zu einem abwechslungsreichen Programm: von links Franz-Peter Beckers, Inge Klusemann, Christian Thommes und Dieter Kaspari. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Anhänger von Jazz, Blues oder Klassik, nachdenkliche Philosophen, Kunstbegeisterte, politisch Interessierte und die junge Generation der Aachener werden angesprochen – aufregende Nachmittage und Abende stehen bevor. Die Burg Frankenberg hat ihr Veranstaltungsprogramm für das zweite Halbjahr vorgestellt und lässt dabei bis Dezember kaum einen Wunsch offen.

Den Anfang dieses bunten Programms macht am Freitag mit der Band Truss gleich eine echte Legende des Aachener Künstlerwesens. Diesen Legenden-Status verdienten sich die Gründer der Band, Dieter Kaspari und Charly Büchel, indem sie vor allem in den 70er-Jahren durch sämtliche Konzerthallen fegten und einen Saal nach dem nächsten ausverkauft spielten.

1970 in der Soers

Highlight dieser Reihe von Auftritten war ihr Gig beim Aachener Open-Air-Popfestival 1970. Truss stand hierbei auf dem selben Festivalprogramm wie die Größen Pink Floyd, Deep Purple oder Kraftwerk, die damals im Soerser Reitstadion spielten.

Truss-Gründer Kaspari will aber nicht zu viel in alten Zeiten schwelgen: „Ich lebe im Heute und nicht im Gestern. Von den vielen Revivals halte ich nicht viel. Das Programm, das am Freitag unter freiem Himmel gespielt wird, hält sicher auch Überraschungen bereit und ist noch viel mehr als nur ein Aufleben vergangener Zeiten.“

Franz-Peter Beckers und Inge Klusemann sind als „Frankenbu(e)rger“ stolz, dass eine Kult-Band wie Truss im vergangenen Jahr im Hof der Burg ihr Comeback feierte und dieses Wiederkommen mit einem erneuten Auftritt veredelt. „Wir wollten den Innenhof der Burg immer stärker für Open-Air-Konzerte nutzen und haben dieses Vorhaben in unser Programm einfließen lassen“, berichtet Beckers.

Neben der Rhythm and Blues-Musik von Truss stehen in den nächsten fünf Monaten noch viele weitere spannende Programmpunkte auf der Open-Air-Bühne an. Ob die vor allem durch Authentizität bestechende Zigeuner-Band Tabor, eine Ausstellung von Künstler Heinrich Hüsch, Philosophie-Vorträge oder das mit großer Vorfreude erwartete „Adventssingen unterm Sternenhimmel“ – die Burg Frankenberg will mit diesen und weiteren Events eine zentrale Anlaufstelle für Kunst, Kultur und der Begegnung von Menschen darstellen.

„Beim Auftritt Tabors muss man aufpassen, dass man sich danach nicht sofort einen Wohnwagen kauft und in die Welt hinauszieht; das Adventssingen im Dezember wird vor allem für Kinder wieder eine großartige Veranstaltung“, schwärmt Beckers vom vielfältigen Programm der Burg.

„Wir experimentieren“

Für den Eventmanager der Burg, Christian Thommes, fehlt nur noch eine Zielgruppe, die eine perfekte Programmausrichtung komplettieren würde – die Studenten. „Wir experimentieren immer noch ein wenig herum und überlegen, wie wir das Programm weiterentwickeln können. Auch für die vielen Studierenden Aachens werden wir hier noch einen Anreiz finden.“

Ticket-Vorverkaufsstellen sind der Frankenberger Buchladen, die Buchhandlung Schmetz am Dom, Cave D´Aix und das Büro der Burg Frankenberg.

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