Burg Frankenberg: Park wird für 220.000 Euro saniert

Von: Thorsten Karbach
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Hier fließt demnächst Geld: Für 220.000 Euro wird der Frankenberger Park aufgemöbelt - beispielsweise mit neuen Sitzgelegenheiten, aber auch einer großen Liegefläche, wo jetzt das leere Wasserbecken ruht. Hier wird Erde aufgeschüttet und Rasen gesät. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Es ist kein leeres Versprechen, wenn Gisela Nacken sagt, dass das Wasserbecken im Frankenberger Park mit Erde aufgefüllt und eine feine Liegewiese werden soll. Denn mit 220.000 Euro wird die Stadt bis zum Sommer den Park aufhübschen und sich dabei auch des seit Jahren ohne Wasser vor sich hindümpelnden Teichs annehmen.

Es ist vor Jahren formulierter Wunsch der Menschen im Frankenberger Viertel, den Park zu Füßen der Burg Frankenberg umzugestalten. Zu viele Obdachlose haben sich dort angesiedelt, zu wenig Sicherheit strahlt die Fläche zwischen Bäumen und Sträuchern aus. Die vielen Familien im Viertel meiden den Park - auch seinen Spielplatz.

Einen Entwurf für einen umgestalteten Frankenberger Park gibt es, seit eine Zukunftswerkstatt Ideen für das Viertel entwickelte. Im Februar 2010 wurden in einer Art Sofortmaßnahme auf Wunsch der Bürger Bäume an der Bismarck- und Rehmannstraße entfernt, um den Park offener zu machen - und weniger attraktiv für die, die nicht gesehen werden wollen. Obdachlose und Suchtkranke. Ein Jahr später fließen 220.000 Euro in verschiedene Ecken des Parks. Auch wenn der große Wunsch der Bürger, den Gillesbach in einer Rinne nach Vorbild des Lindenplatzes entlang des Hauptweges freizulegen, nicht erfüllt werden kann. „Extrem teuer”, sagt Planungsdezernentin Gisela Nacken.

Gefällt werden bis Ende Februar fünf Bäume und zwei Eiben. Die Eiben wurden allzu oft als Abort missbraucht, die Bäume - etwa die Robinie an der Bismarckstraße - sind faul oder morsch, müssen schon aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Aus dem leeren Wasserbecken wird eine große Liegewiese, der Waschbetonbrunnen an der Ecke Schlossstraße bekommt Holzauflagen, auf denen es sich Besucher bei plätscherndem Wasser gemütlich machen können. „Der Park ist ein wichtiger Naherholungsraum. Wir sind froh, dass wir ihn substanziell verbessern können”, sagt Nacken.

Die Treppen hoch zum Eingang des Musikbunkers an der Rehmannstraße werden erneuert, die Hundewiese hinter der Frankenburg kommt weg, dafür werden Hundekotbehälter montiert. Überall kommen Sträucher weg, dafür werden weiß blühende Rosen gepflanzt. Auch auf den Wiesen werden Blumen in Zukunft weiß blühen. „Wir hoffen, dass unsere Maßnahmen Wirkung zeigen”, sagt Karen Roß-Kark vom städtischen Fachbereich Umwelt. Sie meint: Die Stadt hofft, dass der Park ein beliebter Treffpunkt für junge Familien und all die anderen Viertelbewohner wird. Und eben nicht für Wohnungslose.

Der Spielplatz wird gesäubert, bekommt eine neue Rutsche, die Litfaßsäule an der Straßenecke kommt weg und gibt aus dieser Richtung den Blick auf die Burg - dafür wird auch der Hügel ein paar Zentimeter abgetragen - frei. Für die gibt es nun auch einen Förderbescheid. Die sogenannten Frankenbürger werden noch in diesem Jahr ein Begegnungszentrum in den alten Mauern einrichten. „Die Burg ist ein Blickfang und ein wichtiger Bestandteil des Viertels. Sie soll aus allen Richtungen zu sehen sein”, erklärt Nacken.

Eher verborgen hinter der Burg und dennoch rege frequentiert wird der Bolzplatz an der Bunkerwand. Auch er wird überarbeitet, bekommt einen neuen Kunststoffbelag, neue Tore und Zäune. Mit 100.000 Euro wird hier auch der Großteil der 220.000 Euro investiert, die in den Park fließen. Nacken: „Ich mag keine Prognosen abgeben, wann wir uns in der aktuellen Haushaltssituation weitere Verbesserungen leisten können.”
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