Bunter Nachmittag auf der Baustelle

Von: Esra Güner
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Trotz Bauarbeiten wird gefeiert: Oberbürgermeister Marcel Philipp eröffnet als Schirmherr mit Stawag-Vorstand Dr. Peter Asmuth und den Geschäftsleuten der Elsassstraße das Baustellenfest. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Für Geschäftsleute sind Baustellen immer lästig. Absperrungen behindern den Verkehr und schrecken Kunden ab. Dass aber Baustelle nicht gleich Störfaktor heißen muss, bewiesen die Händler und Gastronomen der Elsassstraße am Samstag.

Beim „Baustellenfest“ luden sie alle Bürgerinnen und Bürger, Nachbarn und Freunde zu einem bunten Nachmittag ein.

Live-Musik, Hüpfburg, Folklore und Stände mit leckeren Speisen und Getränken boten den Gästen eine Menge Abwechslung, aber auch Ablenkung von der Baustelle. Aynur Kazak, Inhaberin des Kennedy Grill, hatte die Idee zu der Veranstaltung und freut sich nun über ihre Verwirklichung. „Mit dem Fest wollen wir die Attraktivität des Viertels stärken und gleichzeitig die Aufmerksamkeit der Kunden schüren.“

Trotz Baustelle gehe der Verkauf schließlich weiter. Für Oberbürgermeister Marcel Philipp Gründe genug, die Schirmherrschaft für das Fest zu übernehmen. Den größten Vorteil sieht er aber in der direkten Kommunikation. „Die Veranstaltung bietet den Bürgern die tolle Möglichkeit, sich über die Baumaßnahme zu informieren.“ Schließlich sei eine Baustelle nicht dafür da, Bewohner zu ärgern, sondern entweder etwas in Stand zu setzen oder für die Zukunft zu verbessern.

Zu verbessern gibt es an der Elsassstraße einiges. Deshalb sind die Bauarbeiter der Stawag schon seit mehreren Monaten am Werk. Ober- und unterirdische Sanierungen sollen über 200 Jahre alte Kanäle ersetzen, insgesamt kosten die Baumaßnahmen zwei Millionen Euro. Gute Nachrichten gibt es dabei von der Stawag, die das Baustellenfest finanziell und ideell gefördert hat.

Bauarbeiten „zügiger als geplant“

„Die Baumaßnahmen gehen zügiger voran als geplant“, sagt David Lulley von der Baustellenkommunikation. Je nach Wetterlage könnten die Arbeiten bereits nach Ostern fertiggestellt werden. Auf diese Deadline freuen sich Kazak und ihre Kollegen besonders, und das nicht nur wegen ihrer jetzigen Umsatzeinbüßungen. Das Ostviertel allgemein brauche eine Erneuerung. Gerade das Image leide immer noch sehr unter Vorurteilen. Deshalb ihr Rat an die Bürger, vor allem auch beim Baustellenfest: „Kommen, gucken und sich ein eigenes Bild machen.“

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