Bunte Maiboten helfen Opfern des Erdbebens

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Die IG Markt- und Domviertel spendete für Nepal: Petra Sahm, Martin Luhn, Martin Görg und Georg Klauth (von links) denken an die Erdbebenopfer. Foto: Harald Krömer

Aachen. Der aufmerksame Spaziergänger Aachens wird sie bemerkt haben – Maibäume in einheitlichen Farben rund um das Markt- und Domviertel. Zum sechsten Mal hat die Interessengemeinschaften Markt- und Domviertel ihrer Heimatstadt gleich etliche Maibäume gesetzt.

Seit einigen Jahren sammeln die Einzelhändler mit dieser Aktion auch Spenden für soziale Zwecke. In diesem Jahr soll der Erlös den Erdbebenopfern in Nepal zugute kommen. Bislang haben die Geschäftsleute in beiden Vierteln 4450 Euro gesammelt. Damit wollen sie gleich mehrere Projekte in Nepal unterstützen, da sie viele Verbindungen nach Nepal unterhalten und traurigerweise sogar Freunde vor Ort durch das Unglück verloren haben.

So wollen sie dem Projekt „Nepalhilfe Bietigheim-Hersfeld“ helfen, das wiederum die nepalesische Hilfsorganisation „Hoste Hainse“, 1990 von Solu Shresta Shah gegründet, unterstützt. Solu Shresta Shah ist eine nepalesische Teppichherstellerin, die mit ihrer Hilfsorganisation unterprivilegierten Kindern in Nepal Zugang zu Bildung ermöglichen und Kinderarbeit durch Bildungsarbeit mittels verschiedener Projekte bekämpfen will.

Sie arbeitet seit 1998 mit der Aachener „Lotus Collection“ in der Annastraße zusammen. Die war bereits mehrfach vor Ort und hat sich dort mit den Hilfsprojekten auseinandergesetzt. Derzeit versorgt „Hoste Hainse“ die Erdbebenopfer unter anderem mit Zelten und Planen.

„Diese Direkthilfe kommt zu 100 Prozent bei den Betroffenen an, da hier keine Verwaltungsgebühren anfallen und die Western Union Bank unentgeltlich dafür sorgt, dass das Geld da ankommt, wo es dringend gebraucht wird“, sagt Martin Luhn von der IG Marktviertel.

Zum anderen wird die Interessengemeinschaften Karsten Schienagel und Kathrin Thull, die sich zum Zeitpunkt des ersten Bebens am 25. April in Nepal aufhielten, in ihrer Arbeit unterstützen. Die beiden haben vom ersten Augenblick an nicht nur tatkräftig vor Ort mitgeholfen, sondern auch weitere Spenden eingeworben und sinnvoll eingesetzt.

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