Bunker: Stadt will Vorkaufsrecht

Von: Oliver Schmetz
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Der Musikbunker: Über den Kaufpreis wird gesprochen, der Rechtsstreit mit einer Anwohnerin hält an, weitere größere Veranstaltungen sind untersagt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. In Sachen Musikbunker will die Stadt nun schnell Nägel mit Köpfen machen – zumindest was den Kauf der beiden Kriegsrelikte an Junker- und Rehmannstraße angeht, die die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) zum Verkauf anbietet. Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde zwischen Vertretern des Vereins Musikbunker und der Verwaltungsspitze am Freitag.

Dabei erklärte OB Marcel Philipp laut städtischem Presseamt, dass man die heutige Nutzung der beiden unter Denkmalschutz stehenden Gebäude als Probenräume für Bands sowie als kulturelle Veranstaltungsorte festschreiben wolle. Außerdem wolle man ein Vorkaufsrecht für die Stadt festlegen, das auf den Verein Musikbunker übertragen werden kann.

Dessen Vertreter bestätigten demnach in dem Gespräch, an einem eigenen Erwerb sehr interessiert zu sein. Im Notfall hätte so aber auch die Stadt ein Vorkaufsrecht, „aber das ist nicht unser Ziel“, erklärt Stadtsprecher Hans Poth. Schon in der nächsten Sitzung des Wohnungs- und Liegenschaftsausschusses am Dienstag soll diese Satzung politisch beraten werden.

Laut Verwaltung laufen derzeit Gespräche mit der „Bima“ über den Kauf der Bunker und über den Kaufpreis. Auf Seiten des Bundes wolle man dazu ein Wertgutachten erstellen lassen. Das werde aber auch die Stadt tun, wobei man sich allerdings lediglich an den Mieteinnahmen orientieren wolle, so Poth. Die „Bima“ wolle das Gutachten Anfang März vorlegen.

Nicht unerheblich für den Wert speziell des Musikbunkers an der Rehmannstraße dürfte allerdings sein, wie der Rechtsstreit mit einer lärmgeplagten Anwohnerin weitergeht. Das Verwaltungsgericht hatte deshalb zuletzt eine städtische Baugenehmigung kassiert, weswegen dem Musikbunker bis auf weiteres größere Veranstaltungen untersagt sind. Man wolle nun gemeinsam versuchen, ein Maßnahmenpaket zu schnüren, das zu einer Entspannung führt und Kompromisse ermöglicht, so Poth. Gleichwohl werde man aber „höchstwahrscheinlich“ auch Beschwerde gegen den Zwischenbeschluss des Gerichts einlegen.

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