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Bundesweiter Datenskandal durch Ferienspiel-Software

Von: Marlon Gego
Letzte Aktualisierung:
Computer daten
Das Datenproblem entstand durch die Verwendung einer speziellen Ferienspiel-Software. Foto: Symbolbild dpa

Aachen. Die Daten Tausender Kinder, die bundesweit an Ferienspielen teilgenommen haben, sind offenbar fast ein Jahr lang frei im Internet verfügbar gewesen. Namen, Geburtsdaten, Anschriften, E-Mail-Adressen, Krankheitsbilder, Telefonnummern, Bankverbindungen der Eltern, die Liste, die unserer Zeitung vorliegt, ist unüberschaubar lang.

Betroffen sind bislang Kinder aus den Städten Rottenburg und Bodelshausen in Baden-Württemberg, Oberasbach in Bayern, Gießen in Hessen und Aachen. Die Stadt Aachen sprach am Donnerstag, zufälligerweise der Tag des Datenschutzes, vom „größten Datenskandal in der Geschichte der Stadt“. Das als solches bezeichnete Datenleck soll den Angaben des Softwareentwicklers zufolge seit Donnerstagmorgen geschlossen sein.

Das Problem entstand durch die Verwendung einer speziellen Ferienspiel-Software, SFP, die bundesweit 321 Kommunen und Landkreise über eine Tochterfirma des süddeutschen „Zweckverband Kommunale Informationsverarbeitung Reutlingen-Ulm“ bezogen haben. Mit einem sogenannten Online-Modul konnten Eltern ihre Kinder bei den Ferienspielen anmelden. Die Daten wurden den jeweiligen Kommunen zur Weiterverarbeitung zwar zugänglich gemacht, landeten aber im Auftrag des Software-Entwicklers auf den Servern der Variomedia AG in Potsdam.

Mehr zum Thema lesen Sie am Freitag in unserer Druckausgabe und im ePaper.

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