Aachen - Bundeswehr kann noch über 150 Flüchtlinge aufnehmen

Bundeswehr kann noch über 150 Flüchtlinge aufnehmen

Von: Robert Esser
Letzte Aktualisierung:
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Willkommenskultur: Wenn Soldaten mit Flüchtlingen ins Gespräch kommen, spielt auch das Handy oft eine wichtige Rolle. Foto: Michael Jaspers
Flüchtlinge Wahlheim
Nach Auskunft der Einsatzleiter verlief die Aufnahme der Flüchtlinge in der Nacht reibungslos. Foto: Ralf Roeger
Wahlheim Körner-Kaserne Flüchtlinge
Nach Auskunft der Einsatzleiter verlief die Aufnahme der Flüchtlinge in der Nacht reibungslos. Foto: Ralf Roeger
Wahlheim Körner-Kaserne Flüchtlinge
Nach Auskunft der Einsatzleiter verlief die Aufnahme der Flüchtlinge in der Nacht reibungslos. Foto: Ralf Roeger
Wahlheim Körner Kaserne Flüchtlinge
Nach Auskunft der Einsatzleiter verlief die Aufnahme der Flüchtlinge in der Nacht reibungslos. Foto: Ralf Roeger
Wahlheim Körner-Kaserne Flüchtlinge
Nach Auskunft der Einsatzleiter verlief die Aufnahme der Flüchtlinge in der Nacht reibungslos. Foto: Ralf Roeger
Wahlheim Körner Kaserne Flüchtlinge
Nach Auskunft der Einsatzleiter verlief die Aufnahme der Flüchtlinge in der Nacht reibungslos. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Stadt kanalisiert die ankommenden Menschenströme. Die meisten Unterkünfte sind weniger komfortabel als die Körner-Kaserne. „Wir haben durchaus schlechtere Stuben in Aachen, die von Soldaten belegt sind“, sagt Oberst Ralf Lungershausen.

Der Kommandeur des Ausbildungszentrums Technik und Landsysteme und Heinrich Emonts, Fachbereichsleiter Soziales und Integration der Stadt Aachen, haben Journalisten am Mittwoch einen Einblick in die Notunterkünfte in der Körner-Kaserne an der Lintertstraße ermöglicht. „Wir wünschten, wir könnten allen so hervorragende Unterkünfte bieten“, sagte Emonts. „Dem ist aber nicht so.“

44 Kriegsflüchtlinge – vorwiegend junge Männer aus Syrien – sind in Forst bereits untergebracht. Insgesamt stehen derzeit 219 Kasernen-Betten in zwei Gebäuden neben Zelten zur Verfügung. Im Gespräch war, die angrenzende Turnhalle bald ebenfalls zur Notunterkunft umzurüsten, gegenwärtig wird sie als Verpflegungsraum genutzt.

Künftig will die Stadt die Halle aber als zentrale Anlauf- und Registrierungsstelle für neue Flüchtlinge einsetzen, die über München, Dortmund, Düsseldorf nach Aachen transportiert werden. Von hier sollen die Hilfesuchenden in die Unterkünfte im Raum Aachen – etwa das FH-Gebäude Kalverbenden und die Turnhalle Michaelsbergstraße – verteilt werden.

Bis zum Wochenende erwartet die Stadt noch bis zu 400 Flüchtlinge, viele sollten in der vergangenen Nacht in Bussen am Kasernentor ankommen. Gewissheit gebe es aber erst, wenn die Menschen tatsächlich vor Ort seien, hieß es. Mehrfach waren zuletzt Flüchtlingsbusse angekündigt wurden, die dann aber woanders landeten.

Die Bundeswehr gibt damit etwa 20 Prozent ihrer Unterkunftskapazität in der Körner-Kaserne ab. Die militärischen Bereiche, in denen rund 400 Soldaten ihren Dient verrichten, sind mit Bauzäunen abgetrennt. Entlang dieser militärischen Sicherheitsbereiche patrouillieren bewaffnete Wachsoldaten. Oberst Lungershausen betonte, dass man ausschließlich die Körner-Kaserne als Notunterkunft bereitstellen könne, weil in diesem Ausbildungszentrum weder Waffen noch Munition gelagert seien.

In vier bis sechs Wochen sollen Hilfsdienste wie Malteser und Deutsches Rotes Kreuz die Versorgung der Flüchtlinge übernehmen. „Wir wünschen uns eigentlich ein Rundum-Sorglos-Paket“, sagte Emonts. Es sei absehbar, dass die Notunterkünfte mindestens für sechs Monate bestehen blieben. Während die Hilfsdienste nun Personal einstellen, soll darüber verhandelt werden, wie deren Leistungen über die Kommune abgerechnet werden.

Gegenwärtig registriert die Stadt drei „Flüchtlingsgruppen“: 1100 Flüchtlinge sind in kommunalen Einrichtungen beherbergt. 500 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge fanden dezentral – etwa in Pflegefamilien und Kinderheimen – eine vorübergehende Heimat. In Notunterkünften – darunter die Körner-Kaserne – wurden bis Donnerstagabend 350 Menschen aufgenommen.

Natürlich dürfen sich alle auch außerhalb der Unterkünfte – abgesehen vom militärischen Sicherheitsbereich – frei bewegen. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Donatus, Richard Schmidt, berichtete, dass viele bereits die Gegend erkunden und dutzende Ehrenamtler den Hilfesuchenden zur Seite stehen.

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