Bundespolizei kontrolliert Reiseverkehr: Alle Zellen voll

Von: bpol-ac
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Aachen. Ein 14-jähriger Afghane hat in den vergangenen acht Tagen Ausdauer und Einfallsreichtum, zumindestens in der Wahl seiner Reisewege und Reisemittel, um unerlaubt durch Deutschland nach Skandinavien zu gelangen.

Erstmalig wurde er dabei von der Bundespolizei zu nächtlicher Stunde am 5. Oktober in der Nähe des ehemaligen Grenzübergangs Aachen-Lichtenbusch mit einem französischen Schleuser und noch drei weiteren Wegbegleitern angetroffen.

Sein zweiter Versuch endete am Montag Nachmittag in einem Fernreisebus auf dem Rastplatz Aachen Lichtenbusch nach vorheriger Einreise aus Belgien.

Sein bisher letzter Versuch endete am Mittwoch in den Abendstunden, als er mit einem Thalyszug am Aachener Hauptbahnhof ankam.

Zu den bereits erfolgten Anzeigen wie unerlaubter Einreise trotz Widereinreisesperre kam zudem noch das Erschleichen von Leistungen, da er ohne das erforderliche Ticket gereist war. Seine erneute Rückführung nach Belgien erfolgt am Donnerstag.

Ebenfalls im Gewahrsam der Bundespolizei endeten die Reiseträume eines 37-Jährigen aus der Türkei, der in den Nachtstunden über die Autobahn aus den Niederlanden kommend von Beamten der Bundespolizei angehalten wurde.

Bei der Kontrolle wies sich die Person mit einer gefälschten ungarischen Identitätskarte aus, um so die Visumsbestimmungen zu umgehen. Zudem wurde bei der Durchsuchung unter seinem Sitz fast 100 Gramm an Amphetamin und geringe Mengen an Haschisch und Marihuana aufgefunden.

Die Person wurde wegen der unerlaubten Einreise, Urkundenfälschung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz beanzeigt und der Zollfahndung übergeben.

In einem international verkehrenden Linienreisebus stellten die Beamten der Bundespolizei gleich drei Personen fest, die von Belgien kommend ebenfalls unerlaubt nach Deutschland einreisen wollten.

Für einen 20-Jährigen aus Tunesien und einen 24-Jährigen aus Ägypten war die Reise ebenso beendet. Die Polizei setze sie in Gewahrsam, um sicherzustellen, dass sie in die Eionreiseländer zurückgebracht werden können.

Bei einem angeblich 15-Jährigen aus Afghanistan ergab die durch einen Arzt durchgeführte medizinische Altersbestimmung ein wesentlich höheres Alter.

Der Reiseweg eines angeblich 36-jährigen Spaniers, der in den Nachtstunden in Lichtenbusch angetroffen wurde, veranlasste die Beamten der Bundespolizei zu einer eingehenden Prüfung.

Der Flug mit einer Airline von Griechenland nach Paris und die anschließende Abholung mit einem PKW durch einen Freund aus Berlin war doch ungewöhnlich für einen Spanier, der Berlin kennenlernen wollte.

Der spanische Personalausweis war gefälscht, in Wirklichkeit stammte der Mann wie sein Fahrer, der ihn gegen einen Schleuserlohn aus Paris abgeholt hatte und nach Berlin bringen sollte, aus dem Libanon.

Nachdem auch noch ein 24-jähriger Mann aus Rumänien, den die italienischen Behörden wegen strafbarer Handlungen suchten, ebenso wie ein 26-Jähriger aus dem ehemaligen Jugoslawien, den die belgischen Behörden wegen Mordes an die Bundesrepublik Deutschland auslieferten, waren vorübergehend alle Gewahrsamsräume der Bundespolizeiinspektion Aachen belegt.
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