Bürgerstiftung Lebensraum unterstützt Schüler mit Stipendien

Von: Sebastian Dreher
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Engagement von Schülern wird gewürdigt: Hubert Schramm (von links), Karl-Heinz Kurze, Aruna Perinpanathan, Dorentina Kodralija, Kudirat Bayo und Brigitte Ern stellen das Stipendiatenprojekt der Bürgerstiftung Lebensraum vor. Foto: Kurt Bauer

Aachen. „Wir sind ein Einwanderungsland und sind auf die Einwanderer angewiesen”, sagt Dr. Karl-Heinz Kurze, der sich selbst als Betreuer innerhalb des Start-Integrations-Projektes der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen bezeichnet.

Als lokaler Partner dieser 2005 von der Hertiestiftung ins Leben gerufenen Aktion hat die Bürgerstiftung das Ziel, engagierte und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund zu fördern.

Für die Teilnahme an dem parallel zum Schuljahr angelegten Projekt ist eine Bewerbung erforderlich, die neben Empfehlungsschreiben der Lehrer und Kopien der Zeugnisse auch Angaben zur finanziellen Situation der Eltern enthält, denn mit guten schulischen Leistungen und einem ausgeprägten sozialen Bewusstsein muss auch eine Bedürftigkeit der Familie einhergehen.

Nach diesen Kriterien haben sich für das laufende Jahr fünf Schüler qualifiziert, die familiäre Wurzeln im Irak, im Kosovo, in der Türkei, in Nigeria und in Sri Lanka haben. Jeder Einzelne übertrifft den durchschnittlichen deutschen Schüler nicht nur in Sachen Noten, sondern vor allem beim Engagement in Schule, Sport und Politik.

Kudirat Bayo und Aruna Perinpanathan betreuen im Projekt „Ayudamos” Fünftklässler, Abdullah Celik ist bei den Jusos Verbundsprecher NRW und hat nebenbei einen Bildungs- und Integrationsverein gegründet. Darüber hinaus sind sie alle Schülersprecher, Schiedsschüler und Mitglieder in der SV ihrer Schule.

Die fünf Teilnehmer erwartet eine monatliche Zuwendung von 100 Euro und ein Laptop inklusive Drucker sowie ein Bildungsprogramm. „Wir veranstalten einmal pro Halbjahr ein Wochenendseminar und eine Jahreskonferenz. Dazu können sich die Schüler zu allerlei Aktionen anmelden, die der Integration dienen, wie Fußball, Chor oder Theater”, erklärt Hubert Schramm, Vorsitzender der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen.

„Wichtiger als das Geld ist die ideologische Unterstützung und das Zusammentreffen mit interessanten Menschen”, sagt Abdullah und Dorentina Kodralija aus dem Kosovo ergänzt: „Trotz meines sozialen Engagements bleibe ich in Deutschland eine Ausländerin. Durch Start bekomme ich Anerkennung, das ist für mich das Wichtigste.”
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