Bürgerschützengesellschaft feiert 600. Geburtstag

Von: Günther Sander
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Sie stehen für eine bewegte S
Sie stehen für eine bewegte Schützengeschichte: Die Bürgergesellschaft in Kornelimünster feierte 600. Geburtstag. Während des dreitägigen Jubelfestes wurden natürlich auch verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Foto: Martin Ratajczak

Kornelimünster. So viele Königinnen und Könige, Prinzessinnen und Prinzen wurden in Kornelimünster selten, vielleicht nie zuvor gesichtet. Und mit Wilma Jung aus Krauthausen und Herbert Gier aus Walheim waren sogar Kaiserin und Kaiser im Indestädtchen - aber so majestätisch geht es eben zu, wenn Schützen 600. Geburtstag feiern.

Genau, so alt ist die Bürgerschützengesellschaft Kornelimünster geworden und feierte dies in Verbindung mit dem Bezirksschützenfest drei Tage im Festzelt auf dem Korneliusmarkt. Bezirksbundesmeister Manfred Tings sagte voller Stolz: „Wir können sagen, dass in Kornelimünster die Wiege des Schützenwesens im Münsterländchen stand.” Propst Dr. Ewald Vienken betonte Glaube, Sitte und Heimat stünden bei den Schützen nach wie vor hoch im Kurs. „Die Schützen stehen für Gemeinsamkeit, aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz”, so Vienken. OB Marcel Philipp bescheinigte beim Festakt „ein außergewöhnliches Jubiläum”, er zollte einer „eindrucksvollen Geschichte” Hochachtung. „Wir brauchen immer wieder Menschen, die das Vereinsleben prägen, dann ist mir um die Zukunft auch der Schützen nicht bange”, meinte der OB.

Tings war zu so einem Jubelfest natürlich nicht mit leeren Händen gekommen, er überreichte Vorsitzendem Dr. Arno Hausmann die Ehrengabe des Bezirksverbandes und ein Jubiläumsband für die Vereinsfahne. Tings mahnte anschließend: „Es gilt sich schützend einzusetzen für unsere Mitmenschen. Es geht darum, Werte wie Menschenwürde, Ehe und Familie zu schützen.” Für die Grundwerte des Staates müsse man im öffentlichen Leben eintreten, aber auch für die Integration sollten sich alle einsetzen. „Dieser Aufgabe stellen sich die Schützen seit vielen Jahren erfolgreich. Daher müssen uns auch alle Ortsbewohner, gleich welcher Hautfarbe oder Staatsangehörigkeit, stets willkommen sein.” Für Rassismus oder Fremdenfeindlichkeit dürfe kein Platz sein. Wo das erkennbar werde, müsse man rasch handeln, nicht wegsehen und sich gemeinsam für Schwäche stark machen, so Manfred Tings. Ein Schützenfest sei Anlass genug, auf Menschen zuzugehen, neue Menschen kennenzulernen und ihnen in Offenheit zu begegnen.

Festausschussvorsitzender und Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel betonte, die Schützen würden das weltliche und kirchliche Leben in Kornelimünster begleiten. Bei ihrer Gründung hätten es sich die Schützen zur Aufgabe gemacht, ihre Mitbürger und den Landesherrn vor feindlichen Truppen und marodierenden Soldaten zu schützen. Das ist heute glücklicherweise nicht mehr der Fall...

Mit einem grandiosen Festumzug und der abschließenden Siegerehrung der Schützen und Vereine ging dass Jubiläum zu Ende.

Von Ehrenabzeichen und Hauptmännern

Für außerordentliche Leistungen für den Verein erhielten Renate Gier und Franz Ortmanns das Ehrenabzeichen verliehen. Langjährige Mitglieder wurden ebenfalls geehrt. 60 Jahre dabei ist Heinz Richter, 50 Jahre Lothar Hoven und 40 Jahre Martha Meyer. Auf 25 Jahre Mitgliedschaft kommen Guido Ziemons, Thomas Kaschke, Helmut Lucks und Elisabeth Meisenberg. Zu Hauptmännern ernannt wurden Uwe Schlichting, Georg Titopoulos und Norbert Erbrecht.
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