Aachen - Bürgerschaftliches Engagement ist das Ziel

Bürgerschaftliches Engagement ist das Ziel

Von: mer
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Koordinieren im neuen Büro das bürgerschaftliche Engagement: Petra Mahr (links) und Ingrid Deutz-Bergrath. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Das Ehrenamt ist für manche mit Unsicherheiten verbunden: Zerstört es reguläre Arbeitsplätze? Wird es überhaupt gewürdigt? Kommt es nicht einem Bund fürs Leben gleich? Ingrid Deutz-Bergrath und Petra Mahr vom neuen Büro für bürgerschaftliches Engagement treten Vorurteilen wie diesen entgegen.

„Für viele Dinge gibt es leider keine finanzierten Stellen”, sagt Deutz-Bergrath. „Das gilt vor allem in der Seniorenbegleitung. Sich für einen älteren Menschen einfach Zeit nehmen - wer kann dafür heute schon bezahlen? Auch das Vereinsleben würde ohne Ehrenamtliche rapide schrumpfen.”

An der Würdigung des bürgerschaftlichen Engagements wird schon länger gearbeitet. Bereits 2003 wurden die ersten, bis heute schon etwa 3000 Aachener Ehrenamtspässe ausgegeben, an die Vergünstigungen in öffentlichen Einrichtungen wie Bibliothek, Schwimmhallen oder Museen geknüpft sind. Beantragen kann einen solchen Ausweis jeder, der seit mindestens fünf Jahren ein Ehrenamt bekleidet. Er soll eine offizielle Würdigung sein, „denn leider ist das freiwillige Engagement anderer oft schon selbstverständlich geworden”, bedauert Mahr.

Darüber werde nicht selten vergessen, dass immer auch neue Ehrenamtliche gesucht werden. „Gerade junge Leute wollen sich oft nicht binden; können das auch gar nicht”, weiß Ingrid Deutz-Bergrath. Doch auch für die gibt es Stellenangebote. Petra Mahr kennt Beispiele: „Erst vor Kurzem wurden Helfer für den Friedenslauf gesucht, die nur für den einen Tag gebraucht wurden.”

Einen ersten Überblick über Informationen rund ums Ehrenamt in Aachen sowie einige Stellen finden sich auf dem von Mahr und Deutz-Bergrath betreuten Ehrenamtportal. Noch steckt die Internetseite in den Kinderschuhen, doch schon jetzt bieten dort rund 70 Institutionen Stellen an.

Neues Büro bezogen

Auch persönlich sind die Sachbearbeiterinnen den Bürgern entgegen gekommen. Thronte das Vorgängerbüro als Stabsstelle zur Förderung des Ehrenamtes im vergangenen Herbst noch im achten Stock des Verwaltungsgebäudes am Bahnhofsplatz über Aachens Dächern, zog es mit dem neuen Namen im Gepäck am 1. November in den zweiten Stock des Verwaltungsgebäudes am Katschhof. Hier beraten die Sachbearbeiterinnen alle Interessierten, bieten ihnen Stellen aus unterschiedlichen Bereichen an oder verweisen sie an die Freiwilligenzentren, mit denen sie kooperieren.
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