Bürgerfest: Ganz Haaren ist eine einzige Flaniermeile

Von: Günther Sander
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Messe unter freiem Himmel: Der zweite Tag des Haarener Bürgerfestes begann mit einem Gottesdienst im Hof vor der Welschen Mühle. Foto: Andreas Herrmann

Haaren. Von St. Germanus bis zur Welschen Mühle, vom Markt bis zum Haarbach – der ganze Stadtbezirk hatte sich zu einer großen Flaniermeile herausgeputzt. Haaren feierte sich selbst, bot reichlich Gelegenheit, den Stadtteil beim zweitägigen Bürgerfest zu entdecken.

„Ganz Haaren wird eine Bühne sein, für jedes Alter, für jeden Geschmack ist etwas dabei“, hatte Bezirksbürgermeister Ferdinand Corsten prophezeit – und Recht behalten.

Nur das Wetter spielt nicht mit

Nur das Wetter zeigte sich nicht sonderlich „bürgerfreundlich“. Am Ende jedoch konnte sich die Resonanz nach der Premiere durchaus sehen lassen, bilanzierten Bezirksamtsleiter Frank Prömpeler und Reiner Bertrand, Vorsitzender der IG Haarener Vereine und IG Handel, Handwerk und Gewerbe. Die Idee aus der Stadtteilkonferenz habe sich als richtig erwiesen. Eine Wiederholung sei durchaus möglich. „Aber nicht jedes Jahr“, so Prömpeler.

Vereine, Schulen, Kindertagesstätten, Kirchen, Altenheime, Feuerwehr, Handel, Handwerk und Gewerbe nahmen teil, viele Versprechungen wurden wahr gemacht. Es war was los, Jung und Alt kamen voll auf ihre Kosten, Musik lag in der Luft, an allen Veranstaltungsorten herrschte reger Betrieb.

Das Blasorchester Aachen-Haaren ließ beim Jahreskonzert in der Haarbachtalhalle „Musik ist Trumpf“ aufleben, da schlossen sich das Akkordeonorchester Hans Thissen, die Show-Trompeter und das Trompetencorps Schwarz-Rot Haaren gerne an. Die Themen Mobilität und Leben und Wohnen im Alter dominierten im Seniorenzentrum Am Haarbach, wo nebenbei die größte Obsttorte Haarens verputzt wurde.

Küchenchef Daniel Freisen buk für das vierstöckige, siebeneinhalb Quadratmeter große Naschwerk sage und schreibe 60 Bleche Kuchen, die später in sechs Stunden zusammen montiert wurden. Verbraucht wurden dafür 250 Eier, 15 Kilo Mehl, zehn Kilo Zucker, 60 Liter Vanillepudding, 20 Liter Sahne, 75 Kilo Obst und zehn Liter Glasur.

Am alten Friedhof grillte die KG „Hooreter Frönnde“, die evangelische Christuskirche konnte mit allen Sinnen erlebt werden, in St. Germanus führte Pastor Bruder Lukas die Besucher höchstpersönlich durch das Gotteshaus. Ein Heer mutiger Ritter nahm das Gelände um die Welsche Mühle in Beschlag, das Mittelalter erlebte eine Renaissance, Schreittänze erfreuten die Besucher. Nur ein paar Meter weiter, im neuen Domizil, feierte der Heimatverein Haaren-Verlautenheide mit seinem Vorsitzenden Helmut Vondenhoff ein großes Mühlenfest. Im Blickpunkt standen das Heimatforum und die Mühle mit ihren Mahlwerksvorführungen.

In der Wabe wartete die Fahrradwerkstatt auf Schrotträder zum Recyclen und Aufarbeiten, aber auch Reparaturen wurden erledigt. Im Feuerwehrhaus gewährte der Löschzug einen Einblick in das „Floriansjünger“-Leben. Beim AWO-Ortsverband duftete es nach gegrillter Wurst und Pommes. Über Inhalte und Aufgaben informierte der VdK-Ortsverband, die Werkstätten und Service GmbH der Lebenshilfe hatte ihre Türen zur Besichtigung weit geöffnet.

Reges Treiben auch in Kitas, Grundschule, Familienzentrum, Stadtteilbibliothek – jede Einrichtung hielt ein eigenes Angebot bereit. Ebenso die Jugendwohngruppe, „Aha“ 100, das Sozialprojekt Aachen-Nord, das „Ambulant Betreue Wohnen“ am Haarbach.

Die IG-Oldie Traktorenfreunde aus Aachen ließ ihre Trecker knattern, zeigte alte Schätze aus vergangener Zeit. Die wurde auch bei einer Fahrt mit der Bimmelbahn durch Haaren wieder ins Bewusstsein gerufen.

Nächstes Jahr auf ein Neues?

Die IG Haarener Vereine vermittelte Wissenswertes und Geschichten bei Führungen durch Haaren. Am Markt war die IG Handel, Handwerk und Gewerbe „zu Hause“, stellte sich den Fragen der Besucher. Das Theater Aachen informierte über aktuelle Aktivitäten. Und überall gab es reichlich für das leibliche Wohl.

Ein Bürgerfest, wie es schöner nicht sein kann. Die „Macher“ schwärmten in höchsten Tönen. Die Resonanz wurde mit der Note „Hervorragend“ eingestuft. Auf ein Neues, vielleicht doch schon im nächsten Jahr?

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