Aachen - Bürger treffen sich „henger Herjotts Fott”

Bürger treffen sich „henger Herjotts Fott”

Von: Anja Mertens
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Feier unterm Kreuz: Der Verein „Henger Herjotts Fott” hatte zum Bürgerfest in der Wirichsbongardstraße eingeladen. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Hinter der Kehrseite des bronzenen Jesus gibt es wieder Grund zum Feiern. Zum 22. Mal treffen sich die Bürger, deren Häuser um den als Henger Herrjotts Fott bezeichneten Platz vor dem Parkhaus Wirichsbongardstraße stehen, um es sich beim Bürgerfest richtig gut gehen zu lassen.

Zwischen Kartoffelsalat, Kuchen und Lammspießen hat sich auch Albert Radermacher eingefunden, um im Namen des guten Zwecks zu feiern. Der stellvertretende Vorsitzende des „Henger Herrjotts Fott e.V. 1986” hat seit April kommissarisch die Führungsposition inne, als der Vorsitzende des Vereins, Gründungsmitglied Ernst Stirnberg, starb. „Im Herbst wird ein neuer Vorstand gewählt”, sagt er und hat beste Chancen, zum Vorsitzenden der rund 160 Mitglieder gewählt zu werden.

1986 fing alles an

Angefangen hatte alles am 9. Dezember 1986 mit rund 15 Mitgliedern und einer guten Idee: Ein neues Kreuz musste her. Bereits 1897 hatten sich Bürger zusammengeschlossen, um dort ein Wegekreuz zu errichten, wo bis dahin ein 1792 errichtetes hölzernes Kreuz gestanden hatte.

Die steinerne Kreuzigungsgruppe zierte die Stelle knapp eineinhalb Jahrhunderte, bis es im Zweiten Weltkrieg von den Nationalsozialisten entfernt wurde. 1986 entstand dann die Idee, die Tradition henger Herrjotts Fott wieder aufzunehmen und Geld für ein neues Kreuz zu sammeln.

Durch die Hilfe einiger größerer Spender, die selbst im Viertel ansässig waren, wie IHK, Deutsche Bank und AM, sowie private Spenden und zwei Bürgerfeste kamen die 80.000 Mark zusammen, die für das Unternehmen nötig waren. Der Künstler und Bildhauer Bonifatius Stirnberg schuf den neuen Jesus am Kreuz und machte „henger Herrjotts Fott” wieder für jeden anschaulich.

Der Erlös der Sommerfeste wird seitdem immer einem guten Zweck zur Verfügung gestellt. So konnten bis jetzt diverse Institutionen profitieren - unter anderem das Kindermissionswerk, der Rathausverein und der Streuengelchenverein. Alleine, so Radermacher, wäre das Engagement für die gute Sache jedoch nicht möglich. Die APAG stellt Strom, Wasser und Räume für die Bürgerfeste zu Verfügung, die Geschäfte der Nachbarschaft unterstützen den Verein mit Sachspenden für die Tombola.
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