Aachen - Bürger können Aachener Flächennutzungsplan mitgestalten

Bürger können Aachener Flächennutzungsplan mitgestalten

Von: Tim Habicht
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Der Flächennutzungsplan ist ein Planwerk, das Entwicklungsziele festhält“, beschreibt Christiane Melcher, Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen der Stadt Aachen.

Was sich zu Beginn etwas kompliziert darstellt, ist im Grunde einfach: Alle Flächen der Stadt werden gekennzeichnet. So gibt es Wohnbauflächen, gemischte Bauflächen, gewerbliche Bauflächen oder Sondergebiete. Auf Basis dieses Planes entsteht auch der Bebauungsplan der Stadt.

Allerdings ist Aachens Flächennutzungsplan schon über 30 Jahre alt. „Nutzungen haben sich verändert und anders entwickelt als früher geplant. Wir müssen mit einem kritischen Blick hinterfragen, was heute noch davon gültig ist. So sollte beispielsweise das Frankenbergerviertel ein reines Wohnviertel werden. Heute wird es allerdings auch gewerblich genutzt.

Diese gemischte Nutzung macht jetzt den Reiz des Viertels aus“, sagt Andrea Kranefeld vom Planungsbüro BKR Aachen Noky & Simon, das die Stadt Aachen beim Erstellen des vorherigen Masterplans und des nun vorläufigen Flächennutzungsplans tatkräftig unterstützt hat. Der Masterplan war die freiwillige Vorstufe zum vorläufigen Flächennutzungsplan und wurde im Dezember 2012 vom Rat der Stadt Aachen beschlossen.

Auf diesen Masterplan folgt nun der vorläufige Flächennutzungsplan. In der aktuellen Phase kann er noch von allen Bürgerinnen und Bürgern diskutiert werden. Anmerkungen können gemacht und Hinweise erbracht werden. „Wir möchten über alle möglichen Varianten diskutieren und die Meinungen der Bürgerinnen und Bürger hören.

Diese können damit aktiv beim Erstellen des finalen Flächennutzungsplans mitwirken“, sagt Wolfram Günther, Abteilungsleiter Vorbereitende Bauleitplanung der Stadt Aachen. Dabei sollen alle Vorschläge und Anregungen geprüft werden. Einige wurden außerdem schon im vorläufigen Plan berücksichtigt. Das Verfahren soll extrem transparent gehalten werden.

„Wir müssen eine schwierige Gratwanderung hinbekommen. Zum einen muss Raum zum Bauen angeboten werden, zum anderen wollen wir natürlich Grünflächen beibehalten“, schildert Christiane Melcher die Schwierigkeiten. Auch deswegen ist die Meinung der Bürgerinnen und Bürger umso wichtiger.

Gelegenheit zum Austausch bietet sich am Montag, 23. Juni, von 16.30 bis 19 Uhr im Ballsaal des Alten Kurhauses an der Komphausbadstraße. Außerdem kann man sich bis zum 1. August per E-Mail oder Postweg sowie auf weiteren Info-Veranstaltungen in ganz Aachen informieren. Diese sind im Internet auf der Website www.aachen.de/flaechennutzungsplan zu finden. Der rechtskräftige Flächennutzungsplan soll im Laufe des Jahres 2016 vorgestellt werden.

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