Bürger druckt seinen Parkausweis selbst

Von: Annika Kasties
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Aachen. „Zeit ist Geld“: Das schrieb Benjamin Franklin vor über 200 Jahren. Die Bedeutung von Zeit lässt sich auch ungeachtet ihres vermeintlichen finanziellen Werts auf alle Lebensbereiche anwenden. Damit die Aachener weniger Lebenszeit in Warteschlangen verbringen müssen, bietet die Stadt ihren Bürgern ab sofort die Möglichkeit, den Bewohnerparkausweis nicht nur online zu beantragen, sondern auch selbst auszudrucken.

Statt wie bisher den Weg zum Bürgerservice zu suchen, kann man die Angelegenheit mit der Parkberechtigung nun gemütlich zu Hause während der Halbzeitpause oder beim Einlaufen des Badewassers erledigen.

Als „Killerapp“ bezeichnet Oberbürgermeister Marcel Philipp die erste Anwendung der Stadt, bei der keine Medienbrüche entstehen. Dass die Aachener zunehmend Onlineangebote nutzen, zeigen die Erfahrungen der vergangenen Jahre. Von 9135 Anträgen für einen Bewohnerparkausweis erfolgten 2012 rund 38 Prozent übers Internet, wie Marcell Raschke, Leiter des Bürgeramtes, verrät. Wer mit den neuen Medien nicht so vertraut ist, muss sich nicht zu einer Umstellung gezwungen fühlen. Auch weiterhin kann der Bewohnerparkausweis beim Bürgerservice beantragt und abgeholt werden.

An der Handhabung des Ausweises ändert sich nichts. Wie gewohnt muss der Ausweis gut lesbar hinter der Windschutzscheibe des Fahrzeugs angebracht sein. Die selbstgedruckte Parkberechtigung leuchtet lediglich auf weißem statt grünem Papier. Auch Sicherheitsprobleme müsse man nicht befürchten, betont Philipp. Aufgrund verschiedener Maßnahmen könne der Ausweis nicht kopiert und verändert werden. Darüber hinaus sei seine Echtheit über einen QR-Code, der übers Smartphone eingescannt wird, überprüfbar.

Von der neuen Anwendung erhofft sich die Stadt eine Differenzierung der Verwaltungsarbeit. „Wir wollen kein Personal einsparen, sondern es an anderer Stelle sinnvoll einsetzen“, erklärt Personal- und Organisationsdezernent Dr. Lothar Barth. Indem die Verwaltung durch Online-Anwendungen zunehmend von standardisierten Fragen entlastet werde, bliebe mehr Zeit für komplizierte Anliegen. Auch Familien profitieren von der zeitlichen Entzerrung. „Es gibt genug komplizierte Dinge, die man persönlich regeln muss“, sagt Philipp.

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