Aachen - Bündnis nimmt Schutzgebiete unter die Lupe

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Bündnis nimmt Schutzgebiete unter die Lupe

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Blick auf die Beverau: Auch dieses landschaftliche Idyll ist Gegenstand einer leidenschaftlichen Debatte um die neuen Flächennutzungspläne. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Das Thema Bodenverbrauch ist in Aachen ein hochbrisantes Thema, das auch im Zusammenhang mit der Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans immer wieder hitzig diskutiert wird. Zum Unesco-Jahr des Bodens 2015 hat sich ein Bündnis von verschiedenen Bürgerintitativen und Naturschützern zusammen getan, um auf die ökologischen Folgen des Bodenverbrauchs aufmerksam zu machen.

Zu Unrecht wird nach Einschätzung des Bündnisses für den Schutz des Bodens vielen Bürgerinitiativen vorgeworfen, sie träten nur für ihre eigenen Interessen ein, wenn sie die Bebauung am eigenen Gartenzaun verhindern wollten. „Menschen, die eine bestimmte Landschaft mit ihren prägenden Pflanzen- und Tierarten besonders gut kennen, erkennen die Bedeutung für die Allgemeinheit oft besonders gut. Darum wollen wir Orte und Landschaften vorstellen, die in Zukunft besonders gefährdet sind, durch Bebauung zerstört zu werden“, betont das Bündnis und möchte die Politik und die interessierte Öffentlichkeit einladen, an Führungen teilzunehmen.

Beteiligte Organisationen sind das Aachener Baumschutzbündnis, die Bürgerinitiative zum Erhalt des Landschaftsschutzgebietes Eselsweg – Beverau, Bürgerinteressen Richtericher Dell, der Bund für Umwelt und Naturschutz, Stadtgruppe Aachen des BUND, NABU Aachen und das Ökologie-Zentrum Aachen. Die Führungen sind kostenfrei und für alle Interessierten offen.

Hier die Angebote. Das Landschaftsschutzgebiet am Eselsweg: Tauchen Sie ein in eine herrliche Auenlandschaft und entdecken Sie die Besonderheiten der großen Wiesenflächen am Eselsweg. Sehen Sie die Bever-Aue mit anderen Augen: Welche Beziehung hat sie zum Beverbach? Und warum ist die Freifläche für das Stadtklima von Bedeutung? Welche Tiere kommen hier vor? Auch über die Geschichte dieses Ortes werden Sie bestimmt noch Neues erfahren. Der ein- bis zweistündige Spaziergang führt sodann durch den Nellessenpark, wo der Verlauf des Beverbachs und seiner Zuflüsse erläutert wird. Termin ist Sonntag, 20. September, 15 Uhr, Treffpunkt: Eingang zum Eselsweg an der Adenauerallee.

Der Dorbach am Steppenberg – ein verkannter Gewässerlauf: Der Dorbach ist ein Quellbach des Wildbaches. Obwohl er nur zeitweilig Wasser führt, hat das Tal des Dorbaches eine wichtige Funktion als Kaltluftschneise und Lebensader. Während des etwa zweistündigen Rundganges wird uns die Entwicklung dieses Gebietes ebenso beschäftigen, wie die Fragestellung, warum es so attraktiv ist, auf der Grünen Wiese zu bauen und wie Eingriffe in Natur und Landschaft sinnvoll ausgeglichen werden können. Festes Schuhwerk und Trittsicherheit sind Voraussetzung. Termin ist Freitag, 23. Oktober, 15 Uhr, Treffpunkt: Vaalser Straße, Bushaltestelle Westfriedhof, Vaalser Straße 339.

Richtericher Dell, was ist das überhaupt? Die Stadt meint, die geplanten Einfamilienhäuser unbedingt aufgrund ihrer gutachterlichen Berechnungen zu brauchen. Die Bürgerinitiative befürwortet dagegen die Aufwertung der Innenstadt, statt seit über 2000 Jahren betriebene, wertvollste landwirtschaftliche Flächen und schützenswerteste Bördeböden unwiederbringlich zu vernichten. Wer sich ein Bild von der Richtericher Dell machen möchte, ist zu einer Wanderung um den von der Stadt geplanten Bebauungsbereich eingeladen. Termin: Samstag, 24. Oktober, 14 Uhr, Treffpunkt ist der Vorplatz zur „Peter Schwarzenberg Halle, Grünenthaler Straße“.

Rund um die Siedlung Preuswald trifft man auf Zeugnisse von mehr als 4000 Jahren Geschichte. Wer waren die ersten Siedler hier? Wie kamen die Aachener dazu, mitten im Wald eine Siedlung zu bauen. Grenzgeschicht(n) sowie die Pionierzeit des öffentlichen Nahverkehrs sind ausgewählte Themen dieses zwei- bis dreistündigen Spaziergangs. Termin ist Samstag, 7. November, 13 Uhr, Treffpunkt Parkplatz Lütticher Straße, Bushaltestelle Unterer Backertsweg.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.oekologie-zentrum-aachen.de und unter Telefon 8891425.

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