Aachen - Bühnenkunst: Schnupperabend in der neuen Aachener Schauspielschule

Bühnenkunst: Schnupperabend in der neuen Aachener Schauspielschule

Von: Alexander Barth
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Dicke Bretter sind zu bohren,
Dicke Bretter sind zu bohren, bevor sie professionellen Ansprüchen auf den Bühnenbrettern genügen: Auch auf Gesangsausbildung mit Lehrerin Catharina Marquet legt die neue Aachener Schauspielschule viel Wert auf solide Grundlagen zum Start in einen spannenden Beruf. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Was zum Überleben essentiell ist, müssen angehende Schauspieler durchaus noch einmal ganz neu lernen: Das Atmen fällt nicht von alleine leicht, wenn es auf der Bühne oder vor der Kamera um eine glaubwürdige und ausdauernde Darstellung geht.

Bei einem Schnupperabend haben die Macher des Vereins Aachener Schauspielschule neugierigen Aachenern Einblicke gegeben.

In den Räumen der Katholischen Hochschulgemeinde (KHG) in der Pontstraße standen neben den Grundzügen von Atemtechnik und Stimmbildung auch bereits szenische Gehversuche auf der Agenda. Ab Herbst bietet der Verein eine berufsbegleitende Ausbildung zum Schauspieler mit Bühnenreife an.

Die künstlerische Leiterin An-drea Royé, Mitgründerin des Vereins, wirft nicht nur ihre ganze Erfahrung auf und neben der Bühne in den Ring, sondern auch eine eigene Philosophie: „Wir wollen das Schema der Schauspielausbildung aufbrechen, indem wir auch Quereinsteigern die Möglichkeit geben, die professionelle Bühnenreife zu erlangen. Unser System richtet sich an Menschen, die nicht von vornherein allein auf das Pferd Schauspielerei setzen wollen. So bilden wir sie neben Beruf oder Studium aus.” Es sei geradezu vermessen, als Neuling im Schauspielberuf schon komplett auf Engagements zu setzen, sagte die diplomierte Schauspielerin und Dozentin.

Auch für den Weg zu den weltbedeutenden Brettern haben An-drea Royé und ihr engster Mitstreiter René Blanche erfahrene Vermittler der Bühnenkunst gewinnen können. So lernen die Schülerinnen und Schüler ab Herbst zwei Jahre lang an drei Abenden sowie Samstags die relevanten Fächer wie Schauspiel, Sprecherziehung, Camera-Acting, Gesang, Tanz und bühnenbezogenes Körpertraining. Hinzu kommen Theorieblöcke in Theatergeschichte, Drehbuch oder dem essentiellen Feld der Existenzgründung.

Bislang hatte die Schule als Untermieter der KHG ausschließlich Workshops angeboten, mit dem Ausbildungsstart gehen Andrea Royé, Rene Blanche und ihr Team „den nächsten Schritt. Ich habe gemerkt: Der Bedarf ist da”, erklärte die künstlerische Leiterin. Am Schnupperabend bekamen die Interessierten den maximal möglichen Einblick in das Ausbildungskonzept der Aachener Schauspielschule.

So zog sich zunächst Catharina Marquet mit den mehr oder weniger erfahrenen Akteuren in einen ruhigen Raum für Atem- und Gesangsübungen zurück. Nach einer Gesprächsrunde, in denen sich die Dozenten vorstellten und die Wünsche und Visionen der potenziellen Schauspielschüler ausloteten, standen spielerische Elemente im Fokus.
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