Büchel: Startschuss für ein neues Stück Altstadt

Von: Oliver Schmetz
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Am Büchel steht ein Stück Stadtreparatur an: Am Donnerstag hat der Planungsausschuss einstimmig den Wettbewerb für das Altstadtquartier zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Klein- und Großkölnstraße auf den Weg gebracht. Ein pulsierendes Stadtviertel mit Handel, Gastronomie und vor allem Wohnen soll entstehen. Zentrale Eckpunkte für die Planer sind außerdem, dass das marode Parkhaus Büchel abgerissen wird und im Rotlichtbezirk Antoniusstraße ein Laufhaus gebaut werden soll. Foto: Michael Jaspers
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Am Büchel steht ein Stück Stadtreparatur an: Am Donnerstag hat der Planungsausschuss einstimmig den Wettbewerb für das Altstadtquartier zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Klein- und Großkölnstraße auf den Weg gebracht. Ein pulsierendes Stadtviertel mit Handel, Gastronomie und vor allem Wohnen soll entstehen. Zentrale Eckpunkte für die Planer sind außerdem, dass das marode Parkhaus Büchel abgerissen wird und im Rotlichtbezirk Antoniusstraße ein Laufhaus gebaut werden soll. Foto: Michael Jaspers
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Am Büchel steht ein Stück Stadtreparatur an: Am Donnerstag hat der Planungsausschuss einstimmig den Wettbewerb für das Altstadtquartier zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Klein- und Großkölnstraße auf den Weg gebracht. Ein pulsierendes Stadtviertel mit Handel, Gastronomie und vor allem Wohnen soll entstehen. Zentrale Eckpunkte für die Planer sind außerdem, dass das marode Parkhaus Büchel abgerissen wird und im Rotlichtbezirk Antoniusstraße ein Laufhaus gebaut werden soll. Foto: Michael Jaspers
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Am Büchel steht ein Stück Stadtreparatur an: Am Donnerstag hat der Planungsausschuss einstimmig den Wettbewerb für das Altstadtquartier zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Klein- und Großkölnstraße auf den Weg gebracht. Ein pulsierendes Stadtviertel mit Handel, Gastronomie und vor allem Wohnen soll entstehen. Zentrale Eckpunkte für die Planer sind außerdem, dass das marode Parkhaus Büchel abgerissen wird und im Rotlichtbezirk Antoniusstraße ein Laufhaus gebaut werden soll. Foto: Michael Jaspers
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Am Büchel steht ein Stück Stadtreparatur an: Am Donnerstag hat der Planungsausschuss einstimmig den Wettbewerb für das Altstadtquartier zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Klein- und Großkölnstraße auf den Weg gebracht. Ein pulsierendes Stadtviertel mit Handel, Gastronomie und vor allem Wohnen soll entstehen. Zentrale Eckpunkte für die Planer sind außerdem, dass das marode Parkhaus Büchel abgerissen wird und im Rotlichtbezirk Antoniusstraße ein Laufhaus gebaut werden soll. Foto: Michael Jaspers
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Am Büchel steht ein Stück Stadtreparatur an: Am Donnerstag hat der Planungsausschuss einstimmig den Wettbewerb für das Altstadtquartier zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Klein- und Großkölnstraße auf den Weg gebracht. Ein pulsierendes Stadtviertel mit Handel, Gastronomie und vor allem Wohnen soll entstehen. Zentrale Eckpunkte für die Planer sind außerdem, dass das marode Parkhaus Büchel abgerissen wird und im Rotlichtbezirk Antoniusstraße ein Laufhaus gebaut werden soll. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Manchmal ist der Blick von außen richtig erfrischend. „Das ist eine der tollsten Aufgaben für Aachen“, erklärte Jörg Faltin vom Düsseldorfer Planungsbüro Faltin + Sattler am Donnerstag den Politikern im Planungsausschuss mit Blick auf den Aachener Büchel.

Und mancher Einheimische wird da eingedenk der schier unendlichen Geschichte um das marode Parkhaus gedacht haben, dass das schon ziemlich lange eine tolle Aufgabe ist – ohne dass sie je von jemandem richtig angepackt worden wäre. Doch das könnte jetzt Geschichte sein: Einstimmig hat der Planungsausschuss den Weg frei gemacht für den städtebaulichen Wettbewerb „Altstadtquartier Büchel“.Und damit soll jetzt förmlich auf die Tube gedrückt werden, wo viele Jahre Stillstand herrschte.

Ab Freitag ist der Auslobungstext verfügbar, am Dienstag kommender Woche finden ein Auftaktkolloquium und eine Bürgerinformation (18 Uhr, Haus Löwenstein am Markt) statt. Im August sollen die 20 teilnehmenden Büros ihre Planansätze vorlegen, acht schickt die Jury in die zweite Runde. Bis Mitte November muss der Entwurf inklusive Modell abgegeben werden, am 25. November will die Jury den Sieger küren.

Dass man da durchaus Hochkarätiges erwarten kann, legt ein Blick auf das Teilnehmerfeld nahe. Renommierte Büros aus Köln, Bonn, Düsseldorf, Stuttgart und Hamburg sind mit von der Partie – teils alleine, teils in Arbeitsgemeinschaften. Und auch in Maastricht, Amsterdam, Wien, London und Madrid wird man sich in den nächsten Wochen den Kopf darüber zerbrechen, wie man auf dem Aachener Areal zwischen Büchel, Mefferdatisstraße, Groß- und Kleinkölnstraße ein pulsierendes Altstadtviertel mit Handel, Gastronomie, Wohnen und vor allem guter Aufenthaltsqualität erschaffen kann. „Da ist so ziemlich alles nominiert, was uns weiterhelfen kann“, kommentiert Faltin die Teilnehmerliste.

Den Rahmen für die Planer, also den Auslobungstext, hat die Politik am Donnerstag noch einmal nachgebessert. Darüber hatte es in den vergangenen Tagen hinter den Kulissen heftigen Krach gegeben, weil in dem Text Dinge standen, die laut Politik so nicht beschlossen waren und auch nicht erwünscht sind. Die Korrektur erfolgte nun jedoch harmonisch, kurz und schmerzlos – wohl auch, weil sich die Fraktionen unmittelbar vor dem Ausschuss auf eine gemeinsame Linie verständigt hatten. Kurzerhand kassiert wurde alles, was der Politik suspekt vorkam.

So wurde bekräftigt, dass man zwar Handel wolle, aber der Schwerpunkt auf urbanem Wohnen liege: Ein Anteil von 50 bis 60 Prozent Wohnflächen sei „Ausschlusskriterium“, also nicht verhandelbar, betonte Ausschussvorsitzender Harald Baal (CDU). Gleichwohl will man beim geplanten Laufhaus – auch das älteste Gewerbe gehört zum Quartier – keine Hintertür für eine spätere Wohnnutzung offen lassen. „Das ist unrealistisch“, erklärte Baal. Und ein Hotel mit bis zu 250 Zimmern wird es am Büchel auch nicht geben, 100 bis 120 gesteht die Politik den Planern und den Investoren zu.

Letztere heißen Norbert Hermanns und Gerd Sauren, denen im Quartier etliche Grundstücke gehören – und die auch in der Wettbewerbsjury, in die sie einen eigenen Vertreter entsenden, kurz vor Toresschluss noch eine Umbesetzung anstrebten. Auch das hatte die Politik zuletzt erzürnt, auch das wurde jetzt kurzerhand kassiert. Die Debatte über die Jurybeset-zung im nichtöffentlichen Teil der Sitzung wurde von der Politik gestrichen, es bleibt alles beim Alten.

Dass Letzteres jetzt gerade nicht mehr für den Büchel und sein Umfeld gelten soll, hoffen alle Beteiligten – auch wenn Jörg Faltin ein bisschen auf die Bremse trat. „Sie werden damit noch einige Zeit zu tun haben“, warnte der Düsseldorfer, dessen Büro die Stadt beim Wettbewerbsmanagement unterstützt. Aber als ob das in Aachen gerade am Büchel nicht jedes Kind wüsste. Manchmal ist so ein Blick von außen auch richtig lustig.

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