Aachen - Büchel: Künstler Albert Sous glaubt an Markthalle

Büchel: Künstler Albert Sous glaubt an Markthalle

Von: xen
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Sind von der orientalischen Markthalle am Büchel völlig Foto: Andreas Schmitter

Aachen. „Ich habe mir ein freies Jahr genommen. Ich werde das Projekt umsetzen.“ Die Rede ist von einer orientalischen Markthalle an Stelle des maroden Parkhauses Büchel. Und der Redner ist Albert Sous. Der Würselener Künstler will nicht aufgeben, auch wenn die politische Mehrheit seinem Entwurf wenige Chancen einräumt.

Zusammen mit Vertretern der UWG stellte er seinen Künstlerentwurf nun der Presse vor. 5000 Quadratmeter Nutzfläche auf zwei Ebenen unter einem Glasdach, davon 2100 Quadratmeter als tägliche Marktfläche bis in die Mittagszeit und 34 inhabergeführte Geschäfte sowie Platz für Cafés und Spielbereiche – so ist Sous‘ Vorstellung von der „Antwort auf Globalisierung und Ladenketten“.

Alles gestaltet als orientalische Markthalle „Abu Abbas“ mit Vierkantsäulen aus Betonblöcken, verkleidet mit schwarzem Basalt und weißem Kalkstein. Im Keller sollen Kühlhäuser für die frischen Waren und Parkplätze für die Kunden Platz finden.

Sous will langem Atem beweisen – auch weil er viel Zuspruch erfahre. „Die Leute reißen mir die Zettel aus den Händen. ‚Aquis Plaza‘ – ob groß oder klein – wollen sie nicht“, meint Sous. Auch Horst Schnitzler und Urban Stricker von der UWG wollen die Umsetzung fördern. „Die Aufstellung des neuen Bebauungsplanes des Areals ist noch in der Gestaltungsphase und lässt deshalb auch eine Markthalle zu“, sieht Schnitzler gute Chancen für das Projekt.

Stricker glaubt zudem, die Investoren Norbert Hermanns und Gerd Sauren, die mittlerweile im Besitz des Areals Parkhauses Büchel sind, ebenfalls von der Idee einer Markthalle überzeugen zu können.

Immerhin könne die Auslastung von morgens 7 Uhr bis nachts um 2 Uhr reichen – „zum Beispiel mit überdachten Fußballübertragungen“. Auch gewinne Aachen dadurch ein Alleinstellungsmerkmal in der Region, ergänzt Schnitzler. „Der Nutzwert wäre für viele Aachener hoch und damit auch für die Stadt und die Stadtkasse positiv.“

Sous will ebenfalls konstruktiv mit den beiden Investoren sprechen, um seinen „Ort der Begegnung“ einer Umsetzung näher zu bringen. Doch auch die Gründung einer Bürgerinitiative stehe bevor. Denn den Großinvestoren stehe er grundsätzlich eher skeptisch gegenüber: „Sie kaufen Aachen und schlagen daraus Profit.“

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