Budenzauber: Ab heute rollt der Ball

Von: Andreas Steindl
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Hinter dem Organisationsteam der Hallenfußballstadtmeisterschaft und vielen weiteren Helfern liegt viel Organisationsarbeit, von heute an rollt der Ball an der Neuköllner Straße(v.l.n.r.): Hans Peters, Leo Pennings, Ronald Krichel, Andr Bacigalupo und Rudi Hommelsheim. Foto: Andreas Steindl

Aachen. „Heute muss das Leder rollen”, meint Hans Peters von Westwacht Aachen. Treffender könnte man es nicht formulieren.

Zum einen wird pünktlich um 11 Uhr die erste Partie der „1. Aachener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball” angepfiffen, und zum anderen ist der rollende Ball tatsächlich ein guter alter Lederball und - nicht wie sonst in der Halle üblich - ein Filzball.

Gespielt wird nämlich in allen 72 Spielen mit einem „Futsalball”, ein Lederball der Größe 4. „Wir versprechen uns von diesem Ball mehr Technik und viele Tore sowie ein schnelles Spiel”, erklärt Mitorganisator Ronald Krichel. Außerdem gibt es nur an einer langen Seite eine Bande, gespielt wird auf fünf Meter breite Jugendtore.

Doch bis heute der Ball erstmals rollen kann, lag viel Arbeit vor dem fünfköpfigen Organisationsteam sowie zahlreichen helfenden Händen von den ausrichtenden Vereinen Westwacht Aachen und VfR Aachen-Forst: „Wir haben alleine 50 Kästen Stubbies, 30 Kisten Radler sowie 10 Kisten Kölsch und 40 Kisten Wasser zur Halle geschafft”, erinnert sich Leo Pennings an so manchen Schweißtropfen.

Doch auch an viele Kleinigkeiten wurde in der Vorbereitung gedacht: Getränkewertmarken, Süßigkeiten, Spielberichte, Türschilder für die Umkleidekabinen, bedruckte und beschnittene Eintrittskarten sowie ein Stempel für die Leute, die während des Turniers mal vor die Tür gehen. „Der ist ganz wichtig für die Raucher”, weiß Hans Peters aus Erfahrung.

Damit auch alles wie am Schnürchen klappt, gibt es einen penibel ausgearbeiteten Arbeitsplan, in dem genau festgehalten ist, wer wann an der Kasse, im Getränkeverkauf, als Sprecher, Zeitnehmer oder Bonverkäufer arbeitet.

Bis kurz vor dem Anpfiff kümmerte sich Andr Bacigalupo um alles, was mit Werbung zu tun hat: Herstellung der Banden, Verteilung und Druck der Spielplanflyer und natürlich das Wichtigste: den Siegerpokal.

Einen solchen gibt es übrigens nicht nur für die am 31. Januar um 18.45 Uhr feststehende Siegermannschaft, sondern auch für den treffsichersten Torschützen und für den besten Torwart des Turniers.

Rudi Hommelsheim sieht sich im Team als „Mädchen für alles”, so ist er zum Beispiel direkter Ansprechpartner für die Mannschaft und hat während der drei Turniertage ein Auge auf die Verteilung der Kabinen für die insgesamt 28 Mannschaften.

Und weil das ganze Turnier ehrenamtlich organisiert ist, konnten auch die Preise sehr niedrig angesetzt werden: In der Vorrunde, die heute und morgen in der Halle Neuköllner Straße jeweils von 11 bis 18 Uhr läuft, ist man mit zwei Euro dabei, am nächsten Wochenende kann man die Finalrunde für drei Euro Eintrittsgeld sehen.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich auch alle Sportler an die eigens erstellte Turnierordnung halten: „Beim Zweikampf um den Ball ist das Grätschen verboten”, heißt es da nämlich, damit es keine Verletzten gibt und ausschließlich der Lederball im Mittelpunkt steht. Heute ist Anpfiff!
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