Buchen geben dem Wald sein Gesicht

Von: Thorsten Karbach
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So sieht ein richtiger Buchenw
So sieht ein richtiger Buchenwald aus: Rund um Gut Entenpfuhl zeigt sich der Aachener Wald bereits so, wie sich die Förster ihn wünschen. 19 450 neue Buchen werden im nächsten Jahr Foto: Michael Jaspers

Aachen. Dem Aachener Wald geht es sehr gut. Das sagt zumindest Herbert Koch. Und der muss es wissen, denn Koch ist einer der städtischen Förster. Borkenkäfer haben nur geringe Schäden verursacht, Wildschweine und Rehwildbestände sind gesichert, Sturmschäden wurden zuletzt nicht mehr beklagt.

Die Hände in den sprichwörtlichen Schoß können die Förster deswegen aber nicht legen. Der Forstwirtschaftsplan 2012, der nächste Woche im städtischen Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz vorgestellt wird, steckt voller Arbeit. Allein 19.450 Buchen sollen gepflanzt werden.

Das ist auch für Aachener Verhältnisse viel, obwohl seit Jahren dabei nachgeholfen wird, den natürlichen Buchenwald dieser Breitengrade wiederzubeleben. „Das sind Bäume mehr als in den vergangenen Jahren”, erläutert Koch. Normal seien 12.000 bis 14.000 neue Buchen. Aber das trockene Frühjahr habe zu sogenannten Ausfällen bei den neuen Anpflanzungen geführt.

„Da müssen wir nun eben nachbessern”, erklärt Koch die Rekordzahl in Sachen neue Buchen. Insgesamt werden 2012 laut Forstwirtschaftsplan 22.000 neue Bäume verbucht - und dies nicht nur Buchen. Neben denen ist die Pflanzung von 500 Weißtannen, 500 Wildkirschen, 500 Roterlen, 300 Vogelkirschen, 250 Weißdorn, 250 Schlehen und 250 Hainbuchen geplant.

Während in Buchen investiert wird, profitiert die Stadt Aachen mehr denn je vom Nadelholz - und zwar dem, dass geschlagen wird. Einnahmen im Wert von 120.000 Euro wurden im Fortwirtschaftplan für das neue Jahren (immer von Oktober bis Oktober) nachgemeldet. „Wir profitieren hier von unserer Nachhaltigkeit”, erklärt Koch. Nach den schlimmen Stürmen der letzten zehn Jahre - etwa Kyrill 2007 - wurden nur mäßig geschlagen. Nun gibt es noch ausreichend Holz bei enorm steigenden Preisen.

„Der Holzpreis boomt, Biomasse ist gefragt und wir profitieren davon”, sagt Koch. Als wesentlicher Bestandteil des Aachener Waldes sind Nadelhölzer dagegen eben nicht mehr gefragt. „Der Buchenwald ist natürlicher”, erklärt der Förster.

Investiert werden muss dagegen in Schutzhütten und Schilder. 50 neue Hinweise sollen die teilweise 20 Jahre alten Orientierungstafeln ersetzen. Das kostet rund 10.000 Euro. Die Sechseckhütte an der Sinziger Schneise im Münsterwald sowie der Wetterschutzpilz am Kitzenhausweg wurden abgerissen, beide waren einsturzgefährdet. Beide sollen nun erneuert werden, wobei Fördermittel vom Naturpark Nordeifel eingeworben werden. Denn nicht nur dem Wald, auch seinen Spaziergängern solle es schließlich gut gehen.
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