Brutale Übergriffe halten Polizei in Atem

Von: Matthias Hinrichs
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Polizei Symbol Blaulicht Unfall Streifenwagen Polizeiwagen Polizeiauto Foto: Patrick Seeger/dpa
Schlägereien und Raubüberfälle in der Nacht auf Samstag haben die Polizei in Atem gehalten.

Aachen. Von vorweihnachtlicher Beschaulichkeit konnte aus Sicht der Polizei am dritten Adventswochenende wahrlich keine Rede sein. Massive Gewalttaten hielten die Gesetzeshüter praktisch während der gesamten Nacht auf Samstag in Atem.

Dabei wurde auch ein Beamter verletzt, wie die Leitstelle am Sonntag mitteilte. Nicht weniger als drei Raubüberfälle und ebenso viele heftige Schlägereien mussten bis Samstagabend zu Protokoll gebracht werden.

Den traurigen Auftakt der alles andere als stillen Nacht machte gegen 1 Uhr eine brutale Auseinandersetzung zwischen zwei Männern in einer Diskothek an der Liebigstraße. Dabei schlug der Beschuldigte seinem Kontrahenten eine Glasflasche derartig heftig auf den Kopf, dass sie zersplitterte.

Durch umherfliegende Scherben wurden zwei weitere Personen leicht verletzt. Der Täter wurde zur Sicherstellung einer Blutprobe ins Präsidium gebracht und anschließend der Kriminalwache überstellt. Wie schwer die Verletzungen der jeweils Betroffenen waren, konnte die Leitstelle am Sonntag noch nicht sagen.

In der Peterstraße wurden zwei Beamte gegen 4.40 Uhr auf einen Streit innerhalb einer Gruppe von jungen Männern aufmerksam. Einer von ihnen bezichtigte einen anderen, ihn bestohlen zu haben. Darauf schlug der Beschuldigte dem Beschwerdeführer unter den Augen der Polizisten mit der Faust ins Gesicht.

Die Situation eskalierte vollends, indem sich die Gewalt auch gegen die Beamten richtete: Nachdem sie einen der Männer auf dem Boden fixiert hatten, wurden die Polizisten aus der Gruppe heraus mit Schlägen traktiert. Einer der Uniformierten erlitt dabei leichte Verletzungen am Kopf.

Erst nachdem weitere Beamte mobilisiert worden waren, bekamen die Ordnungshüter die Lage in den Griff. Drei der offenbar alkoholisierten jungen Männer wurden ins Präsidium gebracht, wo sie sich weiter hemmungslos aggressiv gebärdeten und randalierten, wie die Leitstelle mitteilte.

Ebenfalls äußerst gewalttätig endete eine Auseinandersetzung um einen Parkplatz am Samstagabend gegen 18.10 Uhr in der Komphausbadstraße. Der Streit zwischen zwei Pkw-Fahrern geriet völlig außer Kontrolle, als einer der Autofahrer von nicht weniger als fünf wütenden Männern attackiert wurde. Dabei schlug einer der Angreifer dem Opfer mit einer Stahlstange auf den Kopf.

Es musste mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Im Zuge der Fahndung gelang es der Polizei, zwei der Täter in der Nähe des Geschehens zu stellen; der Hauptbeteiligte ist weiter flüchtig. Die Polizei ging am Sonntag aber davon aus, dass man auch ihn schnell zur Verantwortung ziehen kann.

Damit leider nicht genug: In die traurige Bilanz des Wochenendes mussten zudem drei Raubüberfälle aufgenommen werden. Gegen 3.15 Uhr wurde ein Mann in der Robensstraße in der Nacht auf Samstag von einem Unbekannten mit einem Messer bedroht und zur Herausgabe von Bargeld gezwungen. Der Täter flüchtete unerkannt.

Um 3.50 Uhr wurde ein Passant in der Peterstraße von zwei Unbekannten zunächst provoziert, dann schlugen und traten die beiden Männer auf ihr Opfer ein und stahlen ihm sein Handy. Der Geschädigte musste ebenfalls mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden.

Weitere Ermittlungen dürfte schließlich auch ein Vorfall am frühen Samstagmorgen in der Pontstraße nach sich ziehen. Dort hatte ein Nachtschwärmer, nachdem er gegen 5 Uhr früh eine Diskothek verlassen hatte, plötzlich das Bewusstsein verloren. Ob übermäßiger Alkohol die Ursache für seinen Zusammenbruch war, blieb am Sonntag offen. Fest steht, dass der Mann, als er wieder zu sich kam, die Polizei alarmierte: Er gab an, dass ihm seine Geldbörse gestohlen worden sei, und klagte über leichte Verletzungen am Kopf. Auch in diesem Fall geht die Polizei davon aus, dass es sich um einen Überfall beziehungsweise einen Diebstahl gehandelt hat.

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