Aachen - Brückenschläge in vier Aachener Museen

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Brückenschläge in vier Aachener Museen

Von: Karthrin Albrecht
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Eigentlich wünscht man sich selten schlechtes Wetter, doch Museen spielen maue Wetterprognosen in die Karten. Besonders dann, wenn besondere Aktionen vor der Tür stehen. So wie der morgige internationale Museumstag.

Zum 36. Mal ruft der Internationale Museumsrat diesen Aktionstag aus, der zum einen die Arbeit dieser Kultureinrichtungen bekannt machen und Menschen einladen möchte, ihre Museen vor Ort besser kennenzulernen.

„Museen sind Entschleunigungsorte, sie bewahren, was wichtig ist und regen zur Reflexion an“, findet Olaf Müller, Leiter des Kulturbetriebs der Stadt Aachen und freut sich, dass die vier großen Aachener Museen , Ludwig Forum, Couven-Museum, Suermondt-Ludwig Museum und das Internationale Zeitungsmuseum, von 11 bis 18 Uhr mit einem vielseitigen Programm beim Museumstag mit dabei sind.

Der Eintritt ist an diesem Tag in allen Häusern frei. „Vergangenheit erinnern – Zukunft gestalten“, lautet das Motto in diesem Jahr. Jedes Museum greift dieses Oberthema unter verschiedenen Aspekten auf. Das Ludwig Forum legt seinen Schwerpunkt vor allem auf den Zukunftsaspekt des Mottos. Außerdem steht der grenzüberschreitende Charakter im Mittelpunkt.

Führungen durch die aktuellen Ausstellungen „Die anderen Amerikaner“ und „Terrains d’une Collection“, jeweils um 12 und 15 Uhr, finden in deutscher und niederländischer Sprache statt. Den gesamten Tag über können Kinder an einer zweisprachigen Kunstrallye teilnehmen oder ab 15 Uhr in der Werkstatt kreativ werden. Mit etwa 600 zusätzlichen Besuchern rechnet Dr. Brigitte Franzen, Leiterin des Ludwig-Forums, für diesen Tag.

Einen Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen die übrigen Museen mit ihrem Programm. Im Couven-Museum am Hühnermarkt etwa stehen die Handelsbeziehungen und deren Nachwirkungen im Mittelpunkt. Um 11.15 Uhr beginnt die erste Führung zur Medizin- und Kolonialgeschichte, um 14 Uhr wird der Weg des chinesischen Porzellans nach Europa nachgezeichnet und um 16 Uhr zeigt eine Führung, den Einfluss der Handel auf die bürgerliche Lebenskultur. Die Ausstellung „Made in Utrecht“, die zur Zeit im Suermondt-Ludwig-Museum läuft, eignet sich ebenso zum Brückenschlag zwischen Vergangenheit und Zukunft.

Schwerpunkt der Themenführungen, die jeweils um 12 und 15 Uhr beginnen, ist die Forschungsarbeit, die das Museum zur Ausstellung geleistet hat. Ein Schwerpunkt ist dabei der Bildersturm Mitte des 16. Jahrhunderts in den Niederlanden, dem viele sakrale Kunstwerke zum Opfer fielen.

Die Geschichte der Medien stellt das Internationale Zeitungsmuseum an der Pontstraße in den Mittelpunkt seiner Führungen. Als Einstieg wartet auf Öcher aber ein besonderes Bonbon, denn die Führung „Das große Haus von Aachen“ , die um 12 Uhr beginnt, beleuchtet zunächst einmal die wechselvolle Geschichte des ältesten erhaltenen Wohnhauses der Stadt. „Vielleicht erfahren die Aachener dabei noch etwas Neues über ihre Stadt“, hofft Museumspädagogin Pia vom Dorp.

Mit dem Wandel der Medien, dem Verhältnis von Medien und Gesellschaft und Politik beschäftigt sich eine Führung durch die Dauerausstellung um 14 Uhr. Um 16 Uhr steht eine Führung durch die aktuelle Ausstellung „Die Gutenberg-Galaxis“ mit Arbeiten der Kölnerin Brigitte Burgmer. Das Programm lade, findet Brigitte Franzen, zu einer kleinen Museumstour durch die Stadt ein.

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