Brückenbauer zwischen Ost und West

Von: Hanna Sturm
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Festakt mit traditioneller chi
Festakt mit traditioneller chinesischer Musik: Die Adam-Schall-Gesellschaft feierte im Ratskeller ihr 30-jähriges Bestehen. Foto: Schmitter

Aachen. Eine fleißige Gesellschaft, die viel leiste für die Völkerverständigung, so lobte Xin Li, der chinesische Botschaftsrat für Kultur, die Adam-Schall-Gesellschaft für deutsch-chinesische Zusammenarbeit.

Vor dreißig Jahren hatten China-Kenner und -Liebhaber den Verein in Aachen gegründet, um Kontakte zu Wissenschaftler und Studenten aufzubauen, die aus China an die Hochschule in Aachen gekommen waren. „Die Chinesen waren hier ja wirklich in der Fremde und benötigten in vielerlei Hinsicht Rat und Unterstützung”, sagte Präsident Udo Mattes bei der Feier anlässlich des Jubiläums, die den Abschluss einer Festwoche mit Kulturveranstaltungen, einer Podiumsdiskussion und einem Karaokeabend bildete.

Namensgeber Adam Schall von Bell war ein Jesuit aus dem Rheinland und hatte im 17. Jahrhundert als Missionar in China gewirkt und als Beamter erster Klasse sogar den Kaiser beraten. „Bei uns in China ist Adam Schall eine sehr berühmte Person”, so Botschaftsrat Li. Schall gelte als Brückenbauer zwischen Ost und West.

Solche werden heute auch immer noch gebraucht, denn inzwischen studieren und arbeiten etwa 900 Chinesen alleine an der RWTH. Ihnen und allen anderen Landsleuten die Fremde zur neuen Heimat zu machen, sei die Aufgabe der Adam-Schall-Gesellschaft, betonte Mattes. Bei regelmäßigen Stammtischen, Festen oder gemeinsamen Kulturreisen in die Region entstünden persönliche Begegnungen, Freundschaften und Verständnis für die jeweilig andere Kultur. „Wir helfen nicht nur vielen Chinesen, sich in unserem Land zurechtzufinden, sondern lernen auch selbst chinesischer Lebensweise und Kultur kennen”, so Mattes. Mehrmals reisten auch deutsche Delegationen nach China, etwa zur Expo 2009.

Auch Bürgermeister Björn Jansen dankte der Adam-Schall-Gesellschaft im Namen der Stadt für ihren Beitrag zur Völkerverständigung. Auf politischer Ebene könne viel beschlossen werden, so Jansen, aber die entscheidenden Weichen würden doch meist von Mensch zu Mensch gestellt.
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