Briefwahl: Mehr als 50.000 wählen schon vor Sonntag

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Aachen. Die Tendenz zur Briefwahl ist auch bei der bevorstehenden Bundestagswahl weiter deutlich steigend. Bis Dienstagabend lagen im Wahlamt schon rund 53.100 Anträge für Briefwahlunterlagen vor.

Damit ist auch die Zahl der Briefwähler bei der Landtagswahl im Mai dieses Jahres überschritten. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 gab es insgesamt in Aachen noch 46.557 Briefwählerinnen und -wähler. Wahlberechtigt sind am Sonntag insgesamt rund 177.000 Aachener.

Wahlleiter Philipp lädt ein

Oberbürgermeister Marcel Philipp lädt in seiner Funktion als Wahlleiter indes alle Interessierten ein, am Sonntag ab 18 Uhr in den Krönungssaal zu kommen. Dort kann man den Eingang der Wahlergebnisse aus den Stimmbezirken live verfolgen.

Mit ersten Ergebnisse aus den Stimmbezirken wird bereits gegen 18.30 Uhr gerechnet. Am Sonntag hat jeder Wähler zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird über das Direktmandat des Wahlkreises entschieden. Acht Direktkandidatinnen und -kandidaten stellen sich in Aachen zur Wahl. Mit der Zweitstimme wird die Landesliste einer Partei gewählt.

Briefwahlanträge können im Bereich Wahlen im Verwaltungsgebäude Blücherplatz 43 noch bis Freitag, 22. September, 18 Uhr, gestellt werden. Briefwahlunterlagen, die bis zum Wahlsonntag, 24. September, 18 Uhr, im Briefkasten am Blücherplatz eingehen, finden noch Berücksichtigung bei der Stimmenauszählung. Wer Briefwahlunterlagen beantragt hat, die Unterlagen aber bislang noch nicht erhalten hat, sollte sich laut Stadt schnellstmöglich mit dem Bereich Wahlen in Verbindung setzen, denn eine Neuausstellung ist zeitlich nur begrenzt möglich.

Gemäß der Bundeswahlordnung darf ein neuer Wahlschein nur bis Samstag, 12 Uhr, ausgestellt werden. In ganz wenigen, besonderen Ausnahmefällen, zum Beispiel wegen einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung, ist ein Antrag noch bis Sonntag, 15 Uhr, möglich.

Bis Freitag, 18 Uhr, besteht noch die Möglichkeit, die Briefwahl vor Ort am Blücherplatz 43, 1. Etage, Zimmer 117-121, sowie in den Bezirksämtern vorzunehmen. Dies ist auch dann möglich, wenn man zuvor Briefwahlunterlagen beantragt hat, diese aber nicht angekommen sind. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen nach glaubhafter Versicherung, dass die Briefwahlunterlagen nicht angekommen sind, neue aus und erklären den bisherigen Wahlschein für ungültig, so dass man seine Stimme sofort abgeben kann.

Eine telefonische Neu-Beantragung ist allerdings nicht möglich. Nicht möglich ist auch, am Wahlsonntag seine Stimme direkt im Wahllokal abzugeben, wenn man zuvor Briefwahlunterlagen beantragt hat, diese aber nicht angekommen sind. Mit dem Antrag erhält man gleichzeitig einen sogenannten Sperrvermerk im Wählerverzeichnis, damit sichergestellt ist, dass keine Stimmen doppelt abgegeben werden können.

Eintrag ins Verzeichnis

Sonderregelungen gibt es auch für diejenigen, die nicht ins Wählerverzeichnis eingetragen sind. Ist dies der Fall, so kann die Eintragung am Wahlsonntag bis 15 Uhr aber nur noch dann nachgeholt werden, wenn der Wahlberechtigte nachweist, dass er die Frist zur Eintragung ins Wählerverzeichnis oder die Einspruchsfrist, 3. beziehungsweise 8. September, unverschuldet versäumt hat.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bereichs Wahlen der Stadt sind am Donnerstag von 8 bis 15 Uhr, am Freitag sogar von 8 bis 18 Uhr erreichbar, telefonisch auch unter 432-1609 oder per Mail unter der Adresse wahlen@mail.aachen.de.

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